Das im Stil der norddeutschen Renaissance erbaute Schloss Meyenburg, einem palastartigen Herrenhaus, steht in der Prignitz im Nordwesten Brandenburgs. Unweit der mecklenburgischen Grenze bewahrt es bis heute die Prägung dieses alten Grenzraums. Am Oberlauf der Stepenitz erhebt sich die Anlage an einem Ort, dessen Bedeutung über Jahrhunderte nicht nur aus seiner Stellung als Herrensitz, sondern ebenso aus seiner Lage zwischen brandenburgischem und mecklenburgischem Einfluss erwuchs. Die Nähe zu Mecklenburg, die alte Burgsituation und die enge Verbindung von Herrenhaus, Stadt und Befestigung verleihen diesem Ort etwas Besonderes. Zugleich gehört Meyenburg zu jenen seltenen Adelssitzen der Prignitz, die über einen außergewöhnlich langen Zeitraum in einer Hand blieben, denn von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis 1914 befand sich das Anwesen nahezu ununterbrochen im Besitz der Familie von Rohr.
Die erste urkundliche Erwähnung Meyenburgs stammt aus dem November 1285, als die brandenburgischen Markgrafen Otto V. und Otto VI. hier eine Urkunde ausstellten und zugleich als erste nachweisbare Burgherren erscheinen. Die Entwicklung des Ortes reicht jedoch weiter zurück und steht im Zusammenhang mit der Siedlungstätigkeit der Havelberger Bischöfe. Im Gebiet um Putlitz entlang der Stepenitz ließen sie deutsche Siedler ansiedeln und schufen damit die Grundlage für die spätere Entwicklung. Der Name Meyenburg wird als „Burg des Meinhart“ gedeutet und verweist auf einen frühen Inhaber oder Beauftragten des Bistums Havelberg. Die Stadt entstand im Schutz einer Burg an einer alten Handelsstraße nahe der mecklenburgischen Grenze. Südlich der Befestigung entwickelte sich die Siedlung, die um 1300 Stadtrecht erhielt. Der Grundriss der Stadt bildete sich in Rippenform beiderseits einer von Süden nach Norden verlaufenden Straße aus, in deren Mitte ein rechteckiger Marktplatz ausgespart blieb. Herrenhaus und Kirche nahmen von Beginn an die östliche Hälfte der Stadt ein. Nordöstlich des heutigen Herrenhauses lag die ältere Burg, die teilweise mit dem sogenannten Trockenberg verbunden wird. Zugleich zeigt sich Meyenburg als Wasserburg, die den nordöstlichen Abschnitt der Stadtbefestigung einnahm und deren Graben von der Stepenitz gespeist wurde. Schon früh verbanden sich hier Burg, Stadt und Befestigung zu einer Einheit, die den Charakter des Ortes bis heute bestimmt. Bereits im frühen 14. Jahrhundert wurde eine außerhalb gelegene ältere Burg aufgegeben, vermutlich auch im Zusammenhang mit der unsicheren Grenzlage dieses Raumes.
Die Herrschaft über Meyenburg wechselte in dieser Zeit mehrfach. Auf die Havelberger Bischöfe folgten die Edlen Gans zu Putlitz, eines der bedeutenden Geschlechter der Prignitz im 12. und 13. Jahrhundert. Im Zuge der brandenburgisch-dänischen Auseinandersetzungen des Jahres 1214 verloren sie den Ort an die brandenburgischen Markgrafen. Nach dem Aussterben der Askanier fiel Meyenburg 1319 an die Fürsten von Mecklenburg, bevor es 1325 endgültig unter brandenburgische Herrschaft gelangte. Gerade diese wiederholten Besitzwechsel verdeutlichen die Lage Meyenburgs in einem Grenzraum, der über lange Zeit zwischen unterschiedlichen Herrschaftsinteressen stand und wiederholt auch von Unruhen und Übergriffen geprägt war.
Noch vor 1364 gelangte der Ort als markgräfliches Lehen an die Herren von Rohr, die zuvor im Auftrag des Markgrafen Ludwig V. Meyenburg und Freyenstein zurückgewonnen hatten. Mit dieser Belehnung begann eine über Jahrhunderte währende Verbindung. Die Familie von Rohr, ursprünglich aus Bayern stammend und seit 1304 in Brandenburg nachweisbar, gehörte bereits im 15. Jahrhundert zu den begütertsten Geschlechtern der Prignitz. Sie stellten über Generationen hinweg Vögte und Landeshauptleute der Region und standen neben den Edlen Gans und den von Quitzow an der Spitze des Prignitzer Adels “nobiles” und stifteten zur Erbregelung einen Familienfideikommiss.
Zu den frühen Vertretern der Familie in Meyenburg gehört Klaus, auch Nikolaus genannt, von Rohr (–1387), der als Knappe, markgräflicher Rat und Landeshauptmann der Prignitz hervortrat. Seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts ist er im Raum Meyenburg und Freyenstein nachweisbar und steht am Beginn der gesicherten Besitzkontinuität der Familie vor Ort. Mit Meyenburg tritt zugleich Alard von Rohr in Erscheinung, der zwischen 1339 und 1364 mit dem Ort verbunden ist und als Sohn Johanns von Rohr gilt. In den Jahren 1357 und 1358 führte er brandenburgische Truppen gegen den Fürsten von Werle, der 1332 Meyenburg und Freyenstein besetzt hatte. Nach der Rückeroberung erhielt Alard „hus und stad“ Meyenburg als alleinigen Besitz. Mit ihm beginnt die über Jahrhunderte prägende Verbindung des Ortes mit der Familie von Rohr.
Im frühen 15. Jahrhundert folgt Hans, auch Philipp genannt, von Rohr (ca. 1420–vor 1482), der als Herr auf Meyenburg erscheint und zwischen 1435 und 1458 belegt ist. In seinem Umfeld steht Hans der Ältere von Rohr († 1436/1438), markgräflicher Rat und Herr auf Neuhausen, dessen Nachkommen die weitere Entwicklung des Besitzes bestimmten. Bereits um 1413 verkaufte Hans der Ältere von Rohr „das halb Sloss Meyenborch mit anderm“ an seinen Vetter Bernd vom Neuhauser Stamm der Familie. Diese Teilung markiert einen Einschnitt in der Besitzgeschichte und führte zur Ausbildung eines „weißen“ und eines „schwarzen“ Stammes der Familie von Rohr. Zugleich hatte sie unmittelbare bauliche Folgen, da fortan zwei getrennte Wohnsitze unmittelbar nebeneinander bestanden, die erst im 19. Jahrhundert wieder zu einer Einheit zusammengeführt wurden. Zu den Nachkommen Hans’ des Älteren zählt Cyriacus von Rohr (–nach 1455/1499), der auf Meyenburg nachweisbar ist und die Besitzfolge innerhalb der Familie fortführte. Mit Alard von Rohr (ca. 1450–nach 1516) tritt im späten 15. Jahrhundert ein Mitherr auf Meyenburg hervor. Ihm folgten Philipp von Rohr (ca. 1490–) und Otto von Rohr (ca. 1540–), bevor mit Philipp von Rohr (ca. 1580–1652) wieder eine deutlicher hervortretende Persönlichkeit greifbar wird. Er war Herr auf Meyenburg I und II sowie auf weiteren Gütern der Prignitz und steht für eine Phase, in der sich der Besitz der Familie über mehrere Linien verzweigte.
Die bauliche Entwicklung spiegelt diese Besitzverhältnisse wider. Die ältesten Teile der Anlage gehen auf eine backsteingotische Burg des 14. Jahrhunderts zurück, deren genaues Erscheinungsbild nicht vollständig überliefert ist. Seit der Teilung von 1413 bestanden zwei getrennte Gebäude. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entstand der östliche Baukörper, um die Mitte des Jahrhunderts folgte der westliche. Diese beiden Renaissancebauten blieben in ihrer Grundstruktur bis in das 19. Jahrhundert erhalten. Teile der ursprünglichen Fassadengestaltung haben sich vor allem auf der Nordseite erhalten, wo auch mehrere Wehrtürme angeordnet sind. Im nordöstlichen Turm finden sich noch spätgotische Gewölbe, darunter ein Kreuzrippengewölbe sowie Reste eines Sterngewölbes. Auch spätgotische Kamine und Spuren einer Warmluftheizung im Inneren verweisen auf den gehobenen Wohnkomfort bereits in dieser frühen Zeit. In die östlichen Partien wurden Abschnitte der mittelalterlichen Stadtmauer einbezogen, deren halbrunde Türmchen noch heute im Baukörper sichtbar sind.
Im 17. Jahrhundert setzte sich die Besitzfolge mit David Ludwig von Rohr (–1675) fort. In diese Zeit fallen zugleich die mit Ganzer verbundenen Besitz- und Lehnsverhältnisse, die für die spätere Linie von Rohr-Wahlen-Jürgaß von Bedeutung wurden. Nach dem Tod des Obristen Hans von Wahlen genannt Jürgaß belehnte der brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm am 7. März 1661 dessen hinterbliebene Söhne Hans Joachim von Wahlen genannt Jürgaß, Rittmeister, und Jakob Christoph von Wahlen genannt Jürgaß mit ihren männlichen Leibeslehnerben zur gesamten Hand mit den Lehngütern in Ganzer samt den dazugehörigen jährlichen Pachtzinsen und Renten. Genannt werden dabei unter anderem ein Hof zu Ganzer mit drei Hufen und drei Wurthen sowie mehrere Bauern- und Kossätenhöfe mit den jeweils geschuldeten Diensten, Zehnten, Rauchhühnern und Geldpachten. Darin zeigt sich die enge Verbindung von Gutsherrschaft, Lehnsrecht und den wirtschaftlichen Erträgen des Besitzes. Am 11. März 1670 verkaufte der Wachtmeister Klaus Magnus von Rohr seinen Anteil am Gut Ganzer, mit Ausnahme einzelner Pächter in der Vierrahder Mühle und bei der Bürgerschaft in Musterhausen, für 2.700 an Hans Joachim von Jürgaß. Dieser Erwerb wurde durch den brandenburgischen Kurfürsten am 20. April 1688 bestätigt. Zugleich sagte der Landesherr zu, Hans Joachim von Jürgaß und seine männlichen Leibeslehnerben in diesem Besitz zu schützen und sie innerhalb von Jahr und Tag mit dem Gut zu belehnen. Ihm folgte Otto Reimar von Rohr (1673–1742), königlich preußischer Obristwachtmeister. Danach führte Jürgen Ludwig Alexander von Rohr (1726–1808) den Besitz weiter, bevor mit Otto Christoph Georg Wilhelm von Rohr (1766–1846), Herr auf Meyenburg, Holzhausen und Zernitz, eine Phase der erneuten Zusammenführung einsetzte. Nachdem der Besitz seit 1413 getrennt gewesen war, gelang es ihm 1818, auch den verbliebenen Anteil zurückzuerwerben und Meyenburg wieder vollständig in einer Hand zu vereinen. Diese Entwicklung prägte die Anlage nachhaltig, da das spätere Herrenhaus aus mehreren, über Generationen getrennt genutzten Wohnsitzen hervorging.
Im 19. Jahrhundert erhielt das Herrenhaus seine heutige Gestalt. Der Ritterschaftsdirektor Otto August Alexander von Rohr-Wahlen-Jürgaß (1810–1892) ließ er zusammen mit seiner Ehefrau Berta von der Hagen 1865 und 1866 die bis dahin getrennten Gebäude grundlegend umgestalten. Nach Entwürfen des Berliner Architekten Friedrich Adler (1827–1908) entstand ein einheitliches Herrenhaus im Stil der norddeutschen Renaissance. Zwischen die beiden älteren Baukörper setzte Adler einen Verbindungsbau und schuf an dieser Stelle den neuen Haupteingang, der als dreiachsiger Mittelrisalit mit einem Altan hervorgehoben ist. Darüber befinden sich das Wappen der Familie von Rohr sowie die Inschrift „Bonis junctis domus junctae sunt. MDCCCLXVI“, die an den Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 1866 erinnert. Die sechs reich gegliederten Schaugiebel mit geschwungenen Voluten prägen bis heute das Erscheinungsbild der Anlage. Der westliche Kopfbau wurde neu errichtet, zugleich wurden die südlich anschließenden Wirtschaftsgebäude niedergelegt. Aus der gewachsenen Burg- und Wohnanlage entstand so eine geHerrenhausene, repräsentative Gesamtanlage.
Trotz dieser Überformung blieb die ältere Baugeschichte deutlich ablesbar. Das zweigeschossige, L-förmige Herrenhaus aus Feldstein und Backstein geht in seinen ältesten Teilen auf das 15. Jahrhundert zurück, weitere Baubestandteile stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die Anlage entstand in mehreren Bauphasen und wirkt daher nicht als streng regelmäßiger Neubau, sondern als gewachsene Struktur mit erhaltenem mittelalterlichem Kern. Teile der Stadtbefestigung und ältere Feldsteinpartien wurden bewusst in die Umgestaltung einbezogen und mit den Formen der Neorenaissance verbunden. Über dem Eingangsportal befindet sich im Volutengiebel das Stammwappen der Familie von Rohr, ein von Rot und Silber im Spitzenschnitt gespaltener Schild, auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein springender natürlicher Fuchs vor sieben abwechselnd silbernen und roten Rosen mit grünen Stängeln. An der Ostecke der Hofseite hat sich zudem ein Portal aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Die Tür ist von einem Bündelstab gerahmt, darüber liegt ein Fries aus quadratischen Reliefplatten mit rankenumschlungenen Stämmchen, Masken und Rosetten. Auch die mittelalterlichen Wehrelemente blieben sichtbar. Am Eingang zum Anwesen befindet sich der Rest eines massiven Rundturmes aus Feldstein, der auf die einstige Befestigung verweist. Zwischen diesem Turm und dem Herrenhaus wurde 1914 ein Wirtschaftsflügel errichtet. Im Inneren unterstrichen illusionistische Wandmalereien den repräsentativen Anspruch des Hauses.
Das Herrenhaus nimmt die nordöstliche Ecke der Stadt ein und war unmittelbar mit der Stadtmauer verbunden. Reste dieser Feldsteinmauer sind bis heute im Osten und Nordosten erhalten. Die Anlage entwickelte sich zu einem langgestreckten, mehrflügeligen Bau, dem ein runder Wehrturm zugeordnet ist. Auch mehrere Wehrtürme werden genannt, von denen zwei die spätere Nordterrasse flankieren. Der ehemalige Wassergraben, der von der Stepenitz gespeist wurde, ist heute weitgehend verschwunden, doch lässt der Verlauf des Flusses im Norden und Osten die ursprüngliche Situation noch erkennen. Zur nördlichen Seite hin öffnet sich die Anlage zum Park, an dessen Stelle sich einst die Zugbrücke befand. Die nach 1998 wiederhergestellte Terrasse greift diese Ausrichtung wieder auf.
Mit dem Umbau des 19. Jahrhunderts ging auch die Gestaltung der Umgebung einher. Hofgärtner Finck/Fink legte in den 1860er Jahren, teilweise 1868 datiert, einen englischen Landschaftspark an, der sich entlang der Stepenitz erstreckte und bis an die Straße nach Freyenstein reichte. Seine Größe betrug etwa 30 Morgen. Der Park verwilderte später, wurde jedoch 1997 wiederhergestellt und gehört seitdem erneut zur Gesamtanlage. Das Gut Meyenburg umfasste im 19. Jahrhundert eine bedeutende wirtschaftliche Einheit. Für das Jahr 1879 sind 1000 Hektar belegt, darunter eine Ziegelei und 182 Hektar Wald. Kurz vor der Wirtschaftskrise um 1929 und 1930 wurden noch 982 Hektar angegeben. Der Betrieb stützte sich wesentlich auf eine umfangreiche Schafhaltung, ergänzt durch einen Bestand von 70 Pferden. Die Verwaltung der Gutsanlage bei einem Gutsverwalter.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgten unter Theodor von Rohr (1849–1914), Herr auf Meyenburg und Fideikommissherr auf Ganzer, weitere Um- und Anbauten, die 1914 ihren Abschluss fanden. In dieser letzten größeren Ausbauphase vor dem Ersten Weltkrieg entstand unter anderem ein repräsentativer Saal im Obergeschoss, zudem wurde noch im selben Jahr ein Wirtschaftsflügel ergänzt. Theodors Laufbahn führte ihn von der Ritterakademie am Dom zu Brandenburg über ein Studium in Heidelberg bis in den Rang eines Majors. Seine Ehefrau war Emilie Sophie Josepha von Schlieben-Oderin. Sein einziger Sohn Wichard von Rohr fiel am 6. August 1914 bei Lüttich in einer der ersten Schlachten des Ersten Weltkriegs. Mit dem frühen Tod Wichards und dem Tod Theodors endete die direkte Besitzlinie. Die letzten Eigentümer von Herrenhaus und Gut Meyenburg waren danach Theodors Frau und seine Tochter Magdalena von Rohr, seit 1906 mit Manfred Graf von Harrach verheiratet. Sie wird auch als Magdalene, Reichsgräfin von Harrach, geborene von Rohr-Wahlen-Jürgaß (1881–1945), genannt. Mit ihr endete die über 600 Jahre andauernde Besitzgeschichte der Familie von Rohr in Meyenburg.
Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt das Herrenhaus eine elektrische Lichtanlage und eine Wasserleitung. Durch die hohen Kosten des Herrenhaus wurde der Gutsbezirks 1928 mit Herrenhaus und Park der Stadt Meyenburg zugeordnet. In den folgenden Jahren wandelte sich die Nutzung grundlegend. Ab 1933 diente das Herrenhaus zunächst als SA-Sportschule, anschließend bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs als Unterkunft des Reichsarbeitsdienstes. Nach 1945 wurden im Herrenhaus Flüchtlinge und Vertriebene untergebracht. Seit den 1950er Jahren nutzten Kinderkrippe, Kindergarten, Hort und Schule mit Internat das Gebäude. Im Dachboden wurden drei Lehrerwohnungen ausgebaut. Im Erdgeschoss und im östlichen Seitenflügel entstanden Schulküche und Speiseraum. Diese Nutzungen veränderten die innere Struktur des Hauses erheblich, bewahrten es jedoch zugleich vor dem Verfall.
Erst nach 1990 begann eine neue Phase in der Geschichte des Hauses. Seit 1992 wurden Herrenhaus und Park nach Plänen des Berliner Architekten Werner Dünkel schrittweise restauriert. Zunächst galt die Arbeit der äußeren Hülle des großen Schlosskomplexes, deren Wiederherstellung 1998 mit der Nordterrasse ihren Abschluss fand. Ab 2000 folgte der Innenausbau. 2002 bezog die Stadtbibliothek ihre neuen Räume im Herrenhaus, zugleich wurde die Rohrsche Stube eingerichtet. 2003 eröffnete der Freundeskreis Schloss Meyenburg e. V. die Meyenburger Heimatstube als Vorbereitung eines künftigen Heimatmuseums. Am 2. August 2003 kam eine textile Sonderausstellung hinzu, die bereits auf das geplante Modemuseum vorauswies. Nach längerer Bauzeit wurde das Herrenhaus am 4. Juni 2006 vollständig saniert als kulturelles Zentrum neu eröffnet.

