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Videos | Historische Häuser

Hier finden Sie eine Übersicht der Videos zu historischen Häusern in Nord- und Ostdeutschland. Die Videos vermitteln Ihnen kurze, aber eindrucksvolle Einblicke in die Architektur dieser besonderen Anwesen.

Unweit von Gnoien liegt das klassizistische Gutshaus Bobbin, südlich an der Trebel. Hinter dem Bau erstreckt sich ein Park, im Umfeld liegen Teiche, Speicher und Stallungen. Auch Teile der alten Gutsmauer und der Toreinfahrt sind noch erhalten.

Der Ort Bobbin wurde bereits im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt. Um 1500 war das Gut im Besitz der Familie von Blücher, ab 1571 gehörte es den von Hobe, die es mit ihren Gütern in Wasdow und Quitzenow verbanden. Im 18. Jahrhundert gelangte Bobbin erneut an die Blücher, als Helmuth Hartwig von Blücher den Besitz erwarb. Sein Sohn Anton Friedrich von Blücher ließ 1825 das heutige Herrenhaus errichten.

Der zweigeschossige, klassizistische Putzbau mit 13 Achsen wird durch einen Mittelrisalit mit Spitzgiebel und einen Portikus mit vier dorischen Säulen geprägt. Über eine breite Freitreppe gelangt man zum Eingang. Zwischen den Geschossen verläuft eine Reihe von Putzblenden, das Krüppelwalmdach schließt den Bau harmonisch ab.

1912 verkaufte Friedrich von Blücher das 858 Hektar große Gut an Carl Schmidt auf Wasdow. Dessen Familie bewirtschaftete Bobbin bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Am 1. Mai 1945 wurde Richard Schmidt vor dem Herrenhaus erschossen, womit die lange Gutsherrengeschichte Bobbins endete.

Nach dem Krieg diente das Herrenhaus Wohnzwecken. Im Zuge der Bodenreform von 1946 wurden Haus und Park aufgeteilt, es entstanden 90 Bauernstellen von jeweils etwa sieben Hektar Land. In den folgenden Jahrzehnten blieb das Gebäude bewohnt, der Park veränderte sich, und einige Wirtschaftsgebäude verfielen. Seit 2003 befindet sich das Herrenhaus im Privatbesitz und wird mit Unterstützung eines Vereins schrittweise saniert. In einem ehemaligen Speicher findet jeden Samstag ein großer Flohmarkt statt, dessen Erlöse der Erhaltung des Hauses zugutekommen.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/gutshaus-bobbin-in-mecklenburg-vorpommern/


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Gutshaus Bobbin in Mecklenburg-Vorpommern
Der Barockgarten Großsedlitz südöstlich von Dresden entstand in der Zeit Augusts des Starken als eindrucksvolles Beispiel höfischer Gartenkunst. Die 18 Hektar große Anlage die charakteristische Strenge des Dresdner Barock mit Terrassen, Freitreppen, Wasserbassins, Sichtachsen, Skulpturen und einer Orangeriekultur.

Die Geschichte begann 1715 mit dem Erwerb durch Reichsgraf August Christoph von Wackerbarth. Als Generalfeldmarschall und Oberaufseher des sächsischen Bauwesens ließ er das Anwesen ab 1719 zum Sommersitz ausbauen. 1720 war das Schloss vollendet, 1721 folgte die Obere Orangerie. An Planung und Ausführung wirkten Johann Christoph Knöffel, Matthäus Daniel Pöppelmann und Zacharias Longuelune mit.

1723 erwarb August der Starke das Anwesen. Der Kauf blieb zunächst geheim, während Wackerbarth weiter als Bauherr auftrat. Bis 1727 entstand eine erweiterte Gartenanlage mit der Unteren Orangerie. Die weit größeren Schlosspläne wurden jedoch nicht mehr umgesetzt. 1727 endeten die Bauarbeiten am Schloss, 1732 auch die Gartenarbeiten.

Mit dem Siebenjährigen Krieg ab 1756 begann der Niedergang. Das Gelände wurde militärisch genutzt und stark beschädigt, weitere Kriege verschlimmerten den Zustand. Erst unter König Johann von Sachsen setzte ab 1846 eine Sicherung der Anlagen ein. Die Untere Orangerie erhielt eine Warmluftheizung. 1871 wurde das baufällige Schloss abgebrochen und bis 1874 durch das Friedrichschlösschen nach Plänen Bernhard Krügers ersetzt.

Nach 1918 diente es als Kinderheim. Bis 1928 überwinterten weiterhin Kübelpflanzen in den Orangerien, doch im Frostwinter 1928 und 1929 gingen die letzten historischen Bestände verloren. 1960 versetzte man das Eingangstor des Dresdner Landhauses mit den Delphinbrunnen Johann Christian Feiges, zwischen 1968 und 1970 erhielt das Friedrichschlösschen eine neue Fassadengestaltung.

Seit 1992 betreut der Freistaat Sachsen die Anlage und restauriert die Anlage komplett. Ab 1997 wurde die Orangeriekultur wieder aufgenommen. Seit 2011 steht der Barockgarten unter dem Schutz von Natura 2000 und gilt seit 2022 als gefährdetes Baudenkmal.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/barockgarten-grosssedlitz-in-sachsen/

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Barockgarten Großsedlitz in Sachsen
Im Altenburger Land liegt das Schloss Windischleuba, dessen Ursprünge bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen. Um 925 entstand hier eine befestigte Anlage zum Schutz des Pleißeübergangs. Der Ort erscheint 1181 und 1214 in Urkunden des Klosters Bosau und 1244 als Luben minor. Frühe Besitzer waren Heinrich von Kohren und Hugo zu Stolberg, später ein Ritter Heinrich von Luben. Danach folgten die Vögte von Weida, die Burggrafen von Altenburg und ab 1329 die Burggrafen von Leisnig.

Ab Mitte des 15. Jahrhunderts gehörte das Anwesen der Familie von der Gabelentz, die es bis ins 17. Jahrhundert behielt. Hans von der Gabelentz begann 1492 den Umbau, sein Sohn Christoph I. vollendete ihn 1532. Unter Sebastian II. von der Gabelentz war Windischleuba ein bedeutendes Rittergut mit eigener Gerichtsbarkeit. Während des Dreißigjährigen Krieges brannte das Schloss 1633 nieder, wurde wieder aufgebaut und 1659 an die Fürstliche Kammer in Altenburg verkauft.

1677 erwarb Georg Ernst von Zehmen das Gut, heiratete Christiane Sophie von Thumbshirn und stieg zu hohen Ämtern auf. Nach ihm kam der Besitz an seine Tochter Sophie Elisabeth, die mit Johann Georg von Lindenau verheiratet war. Die Familie von Lindenau blieb bis ins 19. Jahrhundert und brachte mit Bernhard August von Lindenau einen bedeutenden Gelehrten und Staatsmann hervor, der das Lindenau-Museum gründete.

1880 kaufte Börries Freiherr von Münchhausen das heruntergekommene Gut und restaurierte es. 1920 übernahm sein Sohn Börries von Münchhausen, Balladendichter und Politiker, das Schloss und machte es zu einem Zentrum seines literarischen und politischen Wirkens.

Nach 1945 wurde das Rittergut enteignet und das Inventar nach Altenburg gebracht. Teile des Wirtschaftshofes wurden abgerissen, andere Gebäude zu Wohnungen oder Kindergarten umgenutzt. 1946 wurde im Schloss ein Internat eingerichtet wurde, das bis 1973 bestand. Danach wurde die Anlage weiter für öffentliche Zwecke genutzt und dient seit 1977 als Jugendherberge, wodurch sie bis heute erhalten blieb. Der Park ist öffentlich.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/wasserschloss-windischleuba-in-thueringen/


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Wasserschloss Windischleuba in Thüringen
Im Herzen der Mecklenburgischen Schweiz, nahe Teterow, liegt das barocke Gutshaus Groß Wüstenfelde. Noch heute ist die nahezu vollständig erhaltene Wallanlage sichtbar, die das Gutshaus umgibt. Es handelt sich um einen slawischen Ringwall mit einem vorgelagerten Wassergraben. Das Anwesen gehört zu den ältesten erhaltenen Gutshäusern in Mecklenburg.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1314. Spätestens im 12. Jahrhundert war die Wallanlage zur Turmhügelburg umgebaut worden. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wurde das heutige barocke Gutshaus um 1700 bis 1730 auf dem mittelalterlichen Gewölbekellern errichtet. 1590 fand im Keller ein Hexenprozess statt, in dem eine Frau unter Folter ein Geständnis ablegte. Gerichtsherr war Matthias von Smeker, dessen Familie das Gut bis ins frühe 17. Jahrhundert besaß.
1607 verkauft, gelangte das Gut 1621 durch Heirat an die Familie von der Kettenburg, die es über 300 Jahre hielt. 1927 wurde das hochverschuldete, 743 Hektar große Lehngut an die Mecklenburgische Landgesellschaft verkauft.

Das Gutshaus Groß Wüstenfelde ist ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit hohem Walmdach, errichtet von der Familie von der Kettenburg um 1700–1730 auf den erhaltenen Kellern einer mittelalterlichen Burg. Das Gebäude zeichnet sich durch barocke Proportionen und ein leicht vorkragendes Obergeschoss aus. Die Zufahrt erfolgt über eine schmale Brücke aus Kopfsteinpflaster, die von alten Stallgebäuden flankiert wird. Nur der rechte Wirtschaftstrakt steht noch komplett, der linke besteht aus Grundmauern. Das Haus ist von Wassergraben und Gartenpark umgeben; entlang der Straße verläuft die historische Gutsmauer mit angrenzenden Wirtschaftsgebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Anlage steht unter Denkmalschutz.

Nach dem Verkauf wurde das Gut neu aufgeteilt und mit Siedlerstellen versehen. In der DDR-Zeit diente das Gutshaus als Wohnhaus, Kindergarten und Sitz der LPG. 1994 ging das Gutshaus in Privatbesitz über und wurde denkmalgerecht sanierte. Die historische Struktur wurde dabei bewahrt. 

Den ausführlichen Text zum Gutshaus Groß Wüstenfelde finden Sie hier: https://historische-haeuser.com/gutshaus-gross-wuestenfelde-in-mecklenburg-vorpommern/



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Gutshaus Groß Wüstenfelde in Mecklenburg-Vorpommern
Die Landschaft rund um das barocke Herrenhaus Dölitz ist geprägt von weiten Feldern, alten Baumalleen und der ruhigen Weite des mecklenburgischen Hinterlandes. Abseits großer Verkehrswege bewahrt der Ort seine stille, beinahe unveränderte Struktur. Im Mittelpunkt steht das Herrenhaus als Herzstück des ehemaligen Gutes. Bekannt wurde Dölitz durch die NDR-Dokumentation „Mit Mut, Mörtel und ohne Millionen“.

Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück: 1253 wurde „Doliz“ erstmals urkundlich erwähnt. Im Zuge der Christianisierung unter Heinrich dem Löwen wurden Adelsfamilien wie de Warborch und von Jesewitz in der Region angesiedelt. 1261 übergab Bischof Hermann dem Kloster Dargun eine Hufe Land in Dölitz. Das Dorf gehörte zur mecklenburgischen Ritterschaft und wuchs als kleines Angerdorf heran. Über zwei Jahrhunderte blieb es im Besitz der Familie von Levetzow, bis diese nach dem Dreißigjährigen Krieg in Konkurs geriet. 1640 übernahmen Hans Friedrich von Lehsten und Hans Zacharias von Rochow das Gut, beide verwandt mit den Levetzows.

Hans Friedrich von Lehsten vereinte bis 1670 alle Anteile. Er war Landrat und Kanzleidirektor des Herzogs von Güstrow. Um 1665 ließ er das Herrenhaus errichten – ein zweigeschossiger Fachwerkbau mit Walmdach auf mittelalterlichen Gewölbekellern. Die Räume waren in Enfiladen verbunden, der Bau umgeben von einem vierseitigen Wirtschaftshof mit Scheunen, Stallungen, Orangerie, Vogelhaus und Torhaus. Eine barocke Allee führte zum Haus, im Süden entstand ein Irrgarten.

Sein Sohn Christian Wilhelm von Lehsten ließ das Herrenhaus um 1720 barock überformen. Die Süd- und Westfassaden erhielten eine steinerne Gliederung mit Kolossalpilastern, während Nordgiebel und Rückseite im Fachwerk blieben, eine in Mecklenburg seltene Kombination. Christian Wilhelm war Landrat, mit dem dänischen Hochadel verwandt und kämpfte politisch gegen Herzog Carl Leopold. 1716 wurde er enteignet, konnte aber 1719 mit kaiserlicher Unterstützung zurückkehren und das stark beschädigte Gut sanieren.

Nach dem Tod Christian Wilhelms 1723 blieb Dölitz bis ins 19. Jahrhundert im Besitz der Familie von Lehsten. Später folgten Eigentümerwechsel, u. a. an die Familien Kremer und von Behr-Negendank. Ab 1900 war das Gut an Leutnant a. D. Hugo Walter verpachtet, der es erfolgreich bewirtschaftete. Nach seinem Tod 1923 wurde ihm ein Erbbegräbnis im Park gesetzt. 1931 ging das Gut an die Mecklenburgische Siedlungsgesellschaft, die es parzellierte und rund 70 neue Bauernstellen entstehen ließ.

Während der DDR-Zeit wurde das Herrenhaus als Gaststätte, Kindergarten, Konsum und Wohnhaus genutzt. Nach der Wende verfiel das Gebäude zusehends. Durch ein offenes Dachfenster drang über Jahre Wasser ein und das Haus wurde stark beschädigt, der Park verwilderte.

2013 entdeckten Knut Splett-Henning und Christina von Ahlefeldt das ruinöse Gebäude und begannen mit Sicherungsmaßnahmen. 2016 übernahm der niederländische Architekt Hans van der Starre das Gutshaus. Gemeinsam mit seiner Familie sanierte er es mit großer Sorgfalt. Seit 2017 ist das Herrenhaus wieder bewohnt, die barocke Raumstruktur rekonstruiert und viele originale Details restauriert.

Auch der barocke Gutspark blieb in weiten Teilen erhalten. Eine etwa 400 Meter lange Hauptachse gliedert die Anlage, ergänzt durch Linden, Hainbuchen, Platanen und alte Hecken. Neben dem Erbbegräbnis und dem historischen Friedhof befindet sich ein kleiner Spielplatz. Der Park ist öffentlich zugänglich und vermittelt bis heute einen authentischen Eindruck mecklenburgischer Gartenkultur.

Den vollständigen Text mit vielen weiteren Informationen finden Sie auf: https://historische-haeuser.com/herrenhaus-doelitz-in-mecklenburg-vorpommern/

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Herrenhaus Dölitz in Mecklenburg-Vorpommern
Am Wochenende des 17. und 18. Mai 2025 fand der erste InstaWalk GutshausMomente in Mecklenburg-Vorpommern statt. Sechs ausgewählte Content Creatorinnen und Creator aus ganz Deutschland haben gemeinsam mit uns historische Herrenhäuser und Gutshäuser besucht, ihre Eindrücke fotografisch und filmisch festgehalten und auf Social Media geteilt.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/instawalk-gutshausmomente-rueckblick-auf-ein-besonderes-wochenende/

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InstaWalk #GutshausMomente 2025 in Mecklenburg-Vorpommern.
Im Altenburger Land in Thüringen steht das Halbe Schloss in Langenleuba-Niederhain, nahe der Grenze zu Sachsen. Die barocke Anlage ist aus einem Rittergut hervorgegangen und heute nur noch zu zwei Dritteln erhalten. Der Verlust eines ganzen Flügels im 19. Jahrhundert prägt bis heute das Erscheinungsbild des Herrenhauses. Einst gehörte es zu dem Bergerkloster in Altenburg, das bis heute das Stadtbild prägt und als „Rote Spitzen“ bekannt ist.

1290 wird Langenleuba erstmals urkundlich als „Longa luben“ erwähnt. Die Bezeichnung bezieht sich auf die Lage am Leubabach. Bereits vor dem 13. Jahrhundert wird eine Burg genannt, deren Ursprünge vermutlich bis ins 11. Jahrhundert reichen. Diese frühmittelalterliche Wasserburg befand sich an der Stelle des heutigen Ritterguts und diente den Burggrafen von Altenburg zur Grenzsicherung zur Mark Meißen. Mit dem Aussterben der Burggrafen im Jahr 1329 fiel das Pleißenland an die wettinischen Markgrafen von Meißen, die das Gut an verschiedene Adelsfamilien verliehen.

1707 erwarb der Leipziger Kaufmann Johann von Kuntsch das Rittergut. In den Jahren bis 1711 ließ er ein eindrucksvolles Herrenhaus errichten, eine symmetrische, zweigeschossige Vierflügelanlage mit 121 Fenstern. Das Gebäude war ursprünglich von Wassergräben umgeben, mit Freitreppen, Mansarddach und einem Festsaal mit zwei offenen Kaminen. Es erinnerte eher an ein Schloss als an ein ländliches Gutshaus. Gestaltungselemente wie Stuckdecken, Fassadenachsen und Raumproportionen zeigen Parallelen zu Dresdner Palais wie dem Taschenbergpalais.

1838 musste der südliche Flügel wegen schwerer Bauschäden abgetragen werden. Diese bauliche Veränderung gab der Anlage ihren heutigen Namen als „Halbes Schloss“.

Das Gut blieb bis 1945 im Besitz der Familie von Kuntsch. Bereits im 18. Jahrhundert fanden im Herrenhaus öffentliche Lesungen zur Erwachsenenbildung statt. 1926 wurde das Familienfideikommiss in eine Stiftung überführt, um 1930 zog ein Kindergarten ins Haus. Das Dach wurde in den 1930er Jahren saniert, letzte Wassergräben verschwanden um 1970.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Familie enteignet, die Stiftung aufgelöst. Die Gutsanlage wurde aufgeteilt, die Wirtschaftsgebäude dienten als Wohnungen und Gasthof. Auch eine Berufsschule zog ins Herrenhaus, bis 1965. Danach begann der Leerstand, das Gebäude verfiel zunehmend. Nach der Wiedervereinigung ging das Anwesen in Bundesbesitz über.

2013 wurden Teile des Wirtschaftshofs saniert, einige Gebäude werden heute als Wohnungen, Läden, Bibliothek und Verwaltung genutzt. Das Schloss selbst kam 2014 auf die Liste der gefährdetsten Baudenkmale Thüringens. In den Folgejahren wurde es mehrfach versteigert. 2015 wechselte es für 22.000 Euro den Besitzer, 2018 erneut für 31.000 Euro.

2022 gründete sich der Verein „Halbes Schloss Langenleuba-Niederhain e. V.“ mit dem Ziel, das Herrenhaus zu retten. Erste Sicherungsmaßnahmen folgten rasch. 2023 begann die Sanierung des barocken Bauwerks, begleitet von Grabungen, bei denen Reste der mittelalterlichen Burg freigelegt wurden. Seit 2024 unterstützt die Jugendbauhütte die Erhaltungsarbeiten. Die Anlage gilt seither als gesichert. 

Weitere Informationen zum Halben Schloss finden Sie auf https://historische-haeuser.com/halbes-schloss-herrenhaus-langenleuba-niederhain-in-thueringen/

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Musik: Serge Pavkin | pixabay.com
Halbes Schloss | Herrenhaus Langenleuba-Niederhain in Thüringen
Meine letzten Fotos der vergangenen zwei Jahre zeigen das Schloss Johannstorf noch in seinem ursprünglichen Zustand. Doch am 1. März 2025 brach ein Feuer im Gebäude aus und breitete sich schnell aus. Von dem einst prächtigen Herrenhaus stehen heute nur noch die Außenmauern.

Unweit des Dassower Sees steht des barocken Herrenhauses Johannstorf. Die Anlage, bestehend aus Herrenhaus, Wirtschaftsgebäuden und Torhaus, entstand auf einer mittelalterlichen Wasserburg. Während das Hauptgebäude saniert wurde, verfielen die übrigen Bauten weiter. Der einst barocke Park ist verwildert.

Bereits 1412 war Johannstorf Stammsitz derer von Buchwaldt. Zwischen 1739 und 1743 ließ Schack von Buchwald das Gutshaus durch Rudolph Matthias Dallin errichten. Der quaderförmige Backsteinbau mit Mansarddach erhebt sich über zwei Vollgeschosse und ein Souterrain mit Kreuzgrat- und Tonnengewölben. Die Fassade wird durch Rustika betont. Ein dreiachsiger, übergiebelter Risalit mit Kolossalpilastern prägt Front- und Gartenseite. Das Sandsteinportal trägt das Wappen der Familie von Buchwaldt. Die Hofinsel entstand durch die Verlegung eines Kanals, die Wirtschaftsgebäude schließen sich an das Torhaus an. Das eingeschossige Torhaus mit Krüppelwalmdach wurde 1910 renoviert.

1782 erwarb Michael Gottfried Eckermann das Gut. Die Familie blieb bis 1945 Eigentümer. Nach der Enteignung wurde das Herrenhaus als Wohnraum für Flüchtlinge genutzt. Im Untergeschoss befanden sich Konsum, Gemeindebüro, Bibliothek und Kindergarten. Einige Räume dienten dem Volkskundemuseum Schönberg als Lager. 1952 wurde in Johannstorf eine LPG gebildet, die später Teil der LPG Pötenitz wurde. 

Nach 1990 ging das Gutshaus in private Hände über. Bis 2020 wurden Dach und Fassade erneuert, doch Wirtschaftsgebäude und Torhaus verfielen weiter. Der barocke Garten verwilderte, der Wassergraben versumpfte. Fenster und Türen wurden verriegelt, die Hofinsel ist nicht zugänglich.

2008 diente Johannstorf als Kulisse für den prämierten Film Das weiße Band.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://historische-haeuser.com/gutshaus-schloss-johannstorf/

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Musik: Lexin Music, Cinematic Documentary, pixabay.com
Herrenhaus | Schloss Johannstorf in Mecklenburg-Vorpommern
Die MittsommerRemise ist eine einzigartige Gelegenheit, Mecklenburg-Vorpommerns Gutshäuser, Herrenhäuser und Schlösser auf eine Weise zu erleben, die sonst kaum möglich ist. Am 21. und 22. Juni 2025 öffnen über 70 dieser eindrucksvollen Anwesen ihre Türen – manche aufwendig restauriert, andere noch auf dem Weg dorthin, aber alle voller Geschichte und Charme. Es ist eine Einladung, nicht nur durch prächtige Festsäle und verwunschene Gärten zu schlendern, sondern auch mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die sich diesen besonderen Orten verschrieben haben.

Das Schönste an der MittsommerRemise ist der Austausch mit Gleichgesinnten. Menschen, die dieselbe Begeisterung für historische Häuser teilen, die fasziniert sind von den Geschichten dieser Orte und den besonderen Menschen, die sie mit neuem Leben füllen. Gespräche über Architektur, alte Parkanlagen, Restaurierungsprojekte und die Zukunft der Gutshauslandschaft machen die Veranstaltung einzigartig.

Wer Sendungen wie Mit Mut, Mörtel und ohne Millionen im NDR oder die ARD-Roomtour liebt, wird die MittsommerRemise genießen – und vielleicht sogar auf den einen oder anderen Protagonisten aus den Sendungen treffen. Ob die Gutshausbesitzer vom Gutshaus Lüssow, Langwitz, Niendorf oder Sülten Hof – sie alle öffnen ihre Türen und geben einen authentischen Einblick in ihr Leben in den Gutshäusern. Die Besitzer erzählen offen von den Herausforderungen, ein historisches Haus zu bewahren, von Überraschungen hinter dicken Mauern und von den Träumen, die sie verwirklichen wollen. Es sind Begegnungen voller Leidenschaft und Hingabe, die das Verständnis für diese Kulturschätze auf eine ganz persönliche Weise vertiefen.

Neu dabei sind in diesem Jahr einige Gutshäuser: Im Ostseegutsland öffnen erstmals Hof Mummendorf, Herrenhaus Levetzow, Gutshaus Hagebök und Schloss Pötenitz ihre Türen. Das Mecklenburger Gutsland wächst mit Herrenhaus Kaeselow und Gutshaus Woserin, während im Vorpommerschen Gutsland Gut Rosengarten, Schloss Ralswiek und Gutshaus Nisdorf hinzukommen. Ergänzt wird das Angebot durch Gutshaus Tentzerow im Tollensetal, Burg Spantekow im Peenetal, Schloss Rattey in der Mecklenburgischen Seenplatte und Schloss Groß Lüsewitz im Mecklenburger Parkland. Aber immer wieder sind es die Menschen, die diesen Gutshäusern neues Leben einhauchen – und Sie können dabei sein.


Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/mittsommerremise-2025-in-mecklenburg-vorpommern/

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Foto- und Videonachweis
- Herrenhaus Käselow (Bild & Video): vollvincent
- Gutshaus Ludorf, Gutshaus Battinsthal, Gutshaus Chemnitz:  Verein Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommern e.V.
- Gutshaus Pötenitz: Baugemeinschaft Pötenitz
- Gutshaus Neetzow, Veranstaltungsfoto: Lars Schönherr
- Landschafts- und Naturaufnahmen (Video): Pixabay

Music by Sergii Pavkin from Pixabay
MittsommerRemise 2025 präsentiert von Historische Häuser
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