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Videos | Historische Häuser

Hier finden Sie eine Übersicht der Videos zu historischen Häusern in Nord- und Ostdeutschland. Die Videos vermitteln Ihnen kurze, aber eindrucksvolle Einblicke in die Architektur dieser besonderen Anwesen.

Das Gutshaus Klocksin liegt am nördlichen Ende des Flachen Sees, südlich von Teterow. Eine Kastanienallee führt auf die in Granit gefasste Auffahrt, die den Hofplatz erschließt. Das Gutshaus erhebt sich in leicht erhöhter Lage über dem zum See hin abfallenden Parkgelände, das sich bis an das Ufer des Flachen Sees erstreckt. 

Klocksin war ursprünglich ein mittelalterliches Bauerndorf, das im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde und sich anschließend zu einem Gutsdorf entwickelte. Bis in das 14. Jahrhundert befand sich das Gut im Besitz der Familie von Linstow aus dem Haus Lütgendorf. Nach mehreren Generationen ging Klocksin 1692 durch Verpfändung an die Familie von Bassewitz über und blieb dort bis 1782. In diesem Jahr erwarb Dietrich Michael Frisch das Gut. Die Familie von Frisch blieb bis 1933 im Besitz von Klocksin.

In die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts fällt die Errichtung des heutigen Gutshauses. Der Bau ersetzte ältere Vorgängergebäude und wurde als zweigeschossiger, dreizehnachsiger Putzbau in spätklassizistischen Formen errichtet. Die Hoffront wird durch einen dreiachsigen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel gegliedert. Eine zweiseitige Auffahrt erschloss den Eingang. An der Westseite schließt sich ein eingeschossiger Anbau über einem älteren Gewölbekeller an, dessen Grundstrukturen um 1800 entstanden. Zur Gartenseite öffnet sich das Gutshaus auf eine Terrasse, die auf den Park ausgerichtet ist. 

1933 wurde Klocksin an die Mecklenburgische Siedlungsgesellschaft verkauft weitgehend aufgesiedelt. Nach 1945 ging das Gut in Volkseigentum über. Das Gutshaus wurde Sitz der Gemeindeverwaltung und beherbergte zudem eine Bibliothek, einen Kindergarten, eine Arztpraxis und einen Frisiersalon. Mit diesen Nutzungen waren bauliche Veränderungen verbunden, darunter der Verlust der ursprünglichen Fassadengliederung, der Balkone und des Walmdachs.

Nach der politischen Wende ging das Gutshaus in das Eigentum der Gemeinde über. Seit 1992 steht das Gebäude überwiegend leer, einzelne Räume werden genutzt. Um das Jahr 2000 wurde das Dach rekonstruiert, weitere Sicherungsarbeiten folgten. Das Gutshaus befindet sich im Gemeindebesitz.

Weitere Informationen und mehr zu der Geschichte des Guts Klocksin finden Sie hier: https://historische-haeuser.com/gutshaus-klocksin-in-mecklenburg-vorpommern/

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Gutshaus Klocksin in Mecklenburg-Vorpommern
Das Herrenhaus Goldenbow steht am Rand des Dorfes und zählt zu den ältesten Herrenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns. Lange erschien es wie ein aufgegebenes Versprechen, doch seine Haltung ist in das Mauerwerk eingeschrieben: „Omnia ad Maiorem Dei Gloriam“.

1229 erschien der Ort erstmals urkundlich als Goldenbowe. Spätestens ab 1389 befand sich Goldenbow im Besitz der Familie von Lützow und blieb über mehrere Jahrhunderte in ihrem Besitz. Den entscheidenden baulichen Einschnitt nahm Kurt Freiherr von Lützow vor, der 1696 das heutige Herrenhaus auf den tonnengewölbten Kellern eines Vorgängerbaus errichten ließ. Der zweigeschossige Backsteinbau erhob sich über einem massiven Sockel aus Granitquadern und wurde durch verputzte Kolossalpilaster und Gesimse streng gegliedert.

Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten im 18. Jahrhundert ging Goldenbow zunächst an die Familie von Schilden über, bevor es 1852 in den Besitz der Familie von Bülow gelangte. Unter Jasper Friedrich von Bülow wurde das Gut zu einem landwirtschaftlichen Betrieb von rund 1.270 Hektar ausgebaut und als Lehngut mit Fideikommiss organisiert. In den Jahren 1862 und 1863 wurde das Herrenhaus umfassend umgestaltet und mit Ziergiebeln versehen. Im Inneren entstanden ein repräsentatives Zentraltreppenhaus sowie ein Festsaal mit Sandsteinkaminen.

Bis 1945 diente Goldenbow der Familie von Bülow als Wohnsitz. Das Haus beherbergte eine bedeutende Bibliothek, die nach Kriegsende verloren ging. Nach der Enteignung wurde das Herrenhaus zunächst von Flüchtlingen genutzt, später durch die LPG „Goldene Ähre“. 1951 stellte man es unter Denkmalschutz, doch ab 1984 stand es leer. Nach dem Einsturz des Daches schien das Gebäude endgültig dem Verfall preisgegeben. Zwar waren wesentliche Teile der Substanz erhalten, doch nach 1990 wurden die Ziergiebel abgebrochen und Abrisspläne rückten näher.

Erst 2005 konnte die Ruine gesichert werden. 2008 wechselte das Herrenhaus in private Hände und ab 2010 begann der Wiederaufbau. Das Herrenhaus erhielt wieder ein barockes Walmdach und wird seitdem liebevoll restauriert.  

Mehr zu der Geschichte des Herrenhauses Goldenbow finden Sie hier: https://historische-haeuser.com/herrenhaus-goldenbow-in-mecklenburg-vorpommern/

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Foto Herrenhaus Goldenbow (schwarz/weiß): Archiv August Mencke
Fotos Herrenhaus Goldenbow (Ruine): Sammlung Herrenhaus Goldenbow
Herrenhaus Goldenbow in Mecklenburg-Vorpommern
Unweit von Gnoien liegt das klassizistische Gutshaus Bobbin, südlich an der Trebel. Hinter dem Bau erstreckt sich ein Park, im Umfeld liegen Teiche, Speicher und Stallungen. Auch Teile der alten Gutsmauer und der Toreinfahrt sind noch erhalten.

Der Ort Bobbin wurde bereits im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt. Um 1500 war das Gut im Besitz der Familie von Blücher, ab 1571 gehörte es den von Hobe, die es mit ihren Gütern in Wasdow und Quitzenow verbanden. Im 18. Jahrhundert gelangte Bobbin erneut an die Blücher, als Helmuth Hartwig von Blücher den Besitz erwarb. Sein Sohn Anton Friedrich von Blücher ließ 1825 das heutige Herrenhaus errichten.

Der zweigeschossige, klassizistische Putzbau mit 13 Achsen wird durch einen Mittelrisalit mit Spitzgiebel und einen Portikus mit vier dorischen Säulen geprägt. Über eine breite Freitreppe gelangt man zum Eingang. Zwischen den Geschossen verläuft eine Reihe von Putzblenden, das Krüppelwalmdach schließt den Bau harmonisch ab.

1912 verkaufte Friedrich von Blücher das 858 Hektar große Gut an Carl Schmidt auf Wasdow. Dessen Familie bewirtschaftete Bobbin bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Am 1. Mai 1945 wurde Richard Schmidt vor dem Herrenhaus erschossen, womit die lange Gutsherrengeschichte Bobbins endete.

Nach dem Krieg diente das Herrenhaus Wohnzwecken. Im Zuge der Bodenreform von 1946 wurden Haus und Park aufgeteilt, es entstanden 90 Bauernstellen von jeweils etwa sieben Hektar Land. In den folgenden Jahrzehnten blieb das Gebäude bewohnt, der Park veränderte sich, und einige Wirtschaftsgebäude verfielen. Seit 2003 befindet sich das Herrenhaus im Privatbesitz und wird mit Unterstützung eines Vereins schrittweise saniert. In einem ehemaligen Speicher findet jeden Samstag ein großer Flohmarkt statt, dessen Erlöse der Erhaltung des Hauses zugutekommen.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/gutshaus-bobbin-in-mecklenburg-vorpommern/


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Gutshaus Bobbin in Mecklenburg-Vorpommern
Der Barockgarten Großsedlitz südöstlich von Dresden entstand in der Zeit Augusts des Starken als eindrucksvolles Beispiel höfischer Gartenkunst. Die 18 Hektar große Anlage die charakteristische Strenge des Dresdner Barock mit Terrassen, Freitreppen, Wasserbassins, Sichtachsen, Skulpturen und einer Orangeriekultur.

Die Geschichte begann 1715 mit dem Erwerb durch Reichsgraf August Christoph von Wackerbarth. Als Generalfeldmarschall und Oberaufseher des sächsischen Bauwesens ließ er das Anwesen ab 1719 zum Sommersitz ausbauen. 1720 war das Schloss vollendet, 1721 folgte die Obere Orangerie. An Planung und Ausführung wirkten Johann Christoph Knöffel, Matthäus Daniel Pöppelmann und Zacharias Longuelune mit.

1723 erwarb August der Starke das Anwesen. Der Kauf blieb zunächst geheim, während Wackerbarth weiter als Bauherr auftrat. Bis 1727 entstand eine erweiterte Gartenanlage mit der Unteren Orangerie. Die weit größeren Schlosspläne wurden jedoch nicht mehr umgesetzt. 1727 endeten die Bauarbeiten am Schloss, 1732 auch die Gartenarbeiten.

Mit dem Siebenjährigen Krieg ab 1756 begann der Niedergang. Das Gelände wurde militärisch genutzt und stark beschädigt, weitere Kriege verschlimmerten den Zustand. Erst unter König Johann von Sachsen setzte ab 1846 eine Sicherung der Anlagen ein. Die Untere Orangerie erhielt eine Warmluftheizung. 1871 wurde das baufällige Schloss abgebrochen und bis 1874 durch das Friedrichschlösschen nach Plänen Bernhard Krügers ersetzt.

Nach 1918 diente es als Kinderheim. Bis 1928 überwinterten weiterhin Kübelpflanzen in den Orangerien, doch im Frostwinter 1928 und 1929 gingen die letzten historischen Bestände verloren. 1960 versetzte man das Eingangstor des Dresdner Landhauses mit den Delphinbrunnen Johann Christian Feiges, zwischen 1968 und 1970 erhielt das Friedrichschlösschen eine neue Fassadengestaltung.

Seit 1992 betreut der Freistaat Sachsen die Anlage und restauriert die Anlage komplett. Ab 1997 wurde die Orangeriekultur wieder aufgenommen. Seit 2011 steht der Barockgarten unter dem Schutz von Natura 2000 und gilt seit 2022 als gefährdetes Baudenkmal.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/barockgarten-grosssedlitz-in-sachsen/

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Barockgarten Großsedlitz in Sachsen
Im Altenburger Land liegt das Schloss Windischleuba, dessen Ursprünge bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen. Um 925 entstand hier eine befestigte Anlage zum Schutz des Pleißeübergangs. Der Ort erscheint 1181 und 1214 in Urkunden des Klosters Bosau und 1244 als Luben minor. Frühe Besitzer waren Heinrich von Kohren und Hugo zu Stolberg, später ein Ritter Heinrich von Luben. Danach folgten die Vögte von Weida, die Burggrafen von Altenburg und ab 1329 die Burggrafen von Leisnig.

Ab Mitte des 15. Jahrhunderts gehörte das Anwesen der Familie von der Gabelentz, die es bis ins 17. Jahrhundert behielt. Hans von der Gabelentz begann 1492 den Umbau, sein Sohn Christoph I. vollendete ihn 1532. Unter Sebastian II. von der Gabelentz war Windischleuba ein bedeutendes Rittergut mit eigener Gerichtsbarkeit. Während des Dreißigjährigen Krieges brannte das Schloss 1633 nieder, wurde wieder aufgebaut und 1659 an die Fürstliche Kammer in Altenburg verkauft.

1677 erwarb Georg Ernst von Zehmen das Gut, heiratete Christiane Sophie von Thumbshirn und stieg zu hohen Ämtern auf. Nach ihm kam der Besitz an seine Tochter Sophie Elisabeth, die mit Johann Georg von Lindenau verheiratet war. Die Familie von Lindenau blieb bis ins 19. Jahrhundert und brachte mit Bernhard August von Lindenau einen bedeutenden Gelehrten und Staatsmann hervor, der das Lindenau-Museum gründete.

1880 kaufte Börries Freiherr von Münchhausen das heruntergekommene Gut und restaurierte es. 1920 übernahm sein Sohn Börries von Münchhausen, Balladendichter und Politiker, das Schloss und machte es zu einem Zentrum seines literarischen und politischen Wirkens.

Nach 1945 wurde das Rittergut enteignet und das Inventar nach Altenburg gebracht. Teile des Wirtschaftshofes wurden abgerissen, andere Gebäude zu Wohnungen oder Kindergarten umgenutzt. 1946 wurde im Schloss ein Internat eingerichtet wurde, das bis 1973 bestand. Danach wurde die Anlage weiter für öffentliche Zwecke genutzt und dient seit 1977 als Jugendherberge, wodurch sie bis heute erhalten blieb. Der Park ist öffentlich.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/wasserschloss-windischleuba-in-thueringen/


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Wasserschloss Windischleuba in Thüringen
Im Herzen der Mecklenburgischen Schweiz, nahe Teterow, liegt das barocke Gutshaus Groß Wüstenfelde. Noch heute ist die nahezu vollständig erhaltene Wallanlage sichtbar, die das Gutshaus umgibt. Es handelt sich um einen slawischen Ringwall mit einem vorgelagerten Wassergraben. Das Anwesen gehört zu den ältesten erhaltenen Gutshäusern in Mecklenburg.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1314. Spätestens im 12. Jahrhundert war die Wallanlage zur Turmhügelburg umgebaut worden. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wurde das heutige barocke Gutshaus um 1700 bis 1730 auf dem mittelalterlichen Gewölbekellern errichtet. 1590 fand im Keller ein Hexenprozess statt, in dem eine Frau unter Folter ein Geständnis ablegte. Gerichtsherr war Matthias von Smeker, dessen Familie das Gut bis ins frühe 17. Jahrhundert besaß.
1607 verkauft, gelangte das Gut 1621 durch Heirat an die Familie von der Kettenburg, die es über 300 Jahre hielt. 1927 wurde das hochverschuldete, 743 Hektar große Lehngut an die Mecklenburgische Landgesellschaft verkauft.

Das Gutshaus Groß Wüstenfelde ist ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit hohem Walmdach, errichtet von der Familie von der Kettenburg um 1700–1730 auf den erhaltenen Kellern einer mittelalterlichen Burg. Das Gebäude zeichnet sich durch barocke Proportionen und ein leicht vorkragendes Obergeschoss aus. Die Zufahrt erfolgt über eine schmale Brücke aus Kopfsteinpflaster, die von alten Stallgebäuden flankiert wird. Nur der rechte Wirtschaftstrakt steht noch komplett, der linke besteht aus Grundmauern. Das Haus ist von Wassergraben und Gartenpark umgeben; entlang der Straße verläuft die historische Gutsmauer mit angrenzenden Wirtschaftsgebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Anlage steht unter Denkmalschutz.

Nach dem Verkauf wurde das Gut neu aufgeteilt und mit Siedlerstellen versehen. In der DDR-Zeit diente das Gutshaus als Wohnhaus, Kindergarten und Sitz der LPG. 1994 ging das Gutshaus in Privatbesitz über und wurde denkmalgerecht sanierte. Die historische Struktur wurde dabei bewahrt. 

Den ausführlichen Text zum Gutshaus Groß Wüstenfelde finden Sie hier: https://historische-haeuser.com/gutshaus-gross-wuestenfelde-in-mecklenburg-vorpommern/



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Gutshaus Groß Wüstenfelde in Mecklenburg-Vorpommern
Die Landschaft rund um das barocke Herrenhaus Dölitz ist geprägt von weiten Feldern, alten Baumalleen und der ruhigen Weite des mecklenburgischen Hinterlandes. Abseits großer Verkehrswege bewahrt der Ort seine stille, beinahe unveränderte Struktur. Im Mittelpunkt steht das Herrenhaus als Herzstück des ehemaligen Gutes. Bekannt wurde Dölitz durch die NDR-Dokumentation „Mit Mut, Mörtel und ohne Millionen“.

Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück: 1253 wurde „Doliz“ erstmals urkundlich erwähnt. Im Zuge der Christianisierung unter Heinrich dem Löwen wurden Adelsfamilien wie de Warborch und von Jesewitz in der Region angesiedelt. 1261 übergab Bischof Hermann dem Kloster Dargun eine Hufe Land in Dölitz. Das Dorf gehörte zur mecklenburgischen Ritterschaft und wuchs als kleines Angerdorf heran. Über zwei Jahrhunderte blieb es im Besitz der Familie von Levetzow, bis diese nach dem Dreißigjährigen Krieg in Konkurs geriet. 1640 übernahmen Hans Friedrich von Lehsten und Hans Zacharias von Rochow das Gut, beide verwandt mit den Levetzows.

Hans Friedrich von Lehsten vereinte bis 1670 alle Anteile. Er war Landrat und Kanzleidirektor des Herzogs von Güstrow. Um 1665 ließ er das Herrenhaus errichten – ein zweigeschossiger Fachwerkbau mit Walmdach auf mittelalterlichen Gewölbekellern. Die Räume waren in Enfiladen verbunden, der Bau umgeben von einem vierseitigen Wirtschaftshof mit Scheunen, Stallungen, Orangerie, Vogelhaus und Torhaus. Eine barocke Allee führte zum Haus, im Süden entstand ein Irrgarten.

Sein Sohn Christian Wilhelm von Lehsten ließ das Herrenhaus um 1720 barock überformen. Die Süd- und Westfassaden erhielten eine steinerne Gliederung mit Kolossalpilastern, während Nordgiebel und Rückseite im Fachwerk blieben, eine in Mecklenburg seltene Kombination. Christian Wilhelm war Landrat, mit dem dänischen Hochadel verwandt und kämpfte politisch gegen Herzog Carl Leopold. 1716 wurde er enteignet, konnte aber 1719 mit kaiserlicher Unterstützung zurückkehren und das stark beschädigte Gut sanieren.

Nach dem Tod Christian Wilhelms 1723 blieb Dölitz bis ins 19. Jahrhundert im Besitz der Familie von Lehsten. Später folgten Eigentümerwechsel, u. a. an die Familien Kremer und von Behr-Negendank. Ab 1900 war das Gut an Leutnant a. D. Hugo Walter verpachtet, der es erfolgreich bewirtschaftete. Nach seinem Tod 1923 wurde ihm ein Erbbegräbnis im Park gesetzt. 1931 ging das Gut an die Mecklenburgische Siedlungsgesellschaft, die es parzellierte und rund 70 neue Bauernstellen entstehen ließ.

Während der DDR-Zeit wurde das Herrenhaus als Gaststätte, Kindergarten, Konsum und Wohnhaus genutzt. Nach der Wende verfiel das Gebäude zusehends. Durch ein offenes Dachfenster drang über Jahre Wasser ein und das Haus wurde stark beschädigt, der Park verwilderte.

2013 entdeckten Knut Splett-Henning und Christina von Ahlefeldt das ruinöse Gebäude und begannen mit Sicherungsmaßnahmen. 2016 übernahm der niederländische Architekt Hans van der Starre das Gutshaus. Gemeinsam mit seiner Familie sanierte er es mit großer Sorgfalt. Seit 2017 ist das Herrenhaus wieder bewohnt, die barocke Raumstruktur rekonstruiert und viele originale Details restauriert.

Auch der barocke Gutspark blieb in weiten Teilen erhalten. Eine etwa 400 Meter lange Hauptachse gliedert die Anlage, ergänzt durch Linden, Hainbuchen, Platanen und alte Hecken. Neben dem Erbbegräbnis und dem historischen Friedhof befindet sich ein kleiner Spielplatz. Der Park ist öffentlich zugänglich und vermittelt bis heute einen authentischen Eindruck mecklenburgischer Gartenkultur.

Den vollständigen Text mit vielen weiteren Informationen finden Sie auf: https://historische-haeuser.com/herrenhaus-doelitz-in-mecklenburg-vorpommern/

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Herrenhaus Dölitz in Mecklenburg-Vorpommern
Am Wochenende des 17. und 18. Mai 2025 fand der erste InstaWalk GutshausMomente in Mecklenburg-Vorpommern statt. Sechs ausgewählte Content Creatorinnen und Creator aus ganz Deutschland haben gemeinsam mit uns historische Herrenhäuser und Gutshäuser besucht, ihre Eindrücke fotografisch und filmisch festgehalten und auf Social Media geteilt.

Weitere Informationen: https://historische-haeuser.com/instawalk-gutshausmomente-rueckblick-auf-ein-besonderes-wochenende/

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InstaWalk #GutshausMomente 2025 in Mecklenburg-Vorpommern.
Im Altenburger Land in Thüringen steht das Halbe Schloss in Langenleuba-Niederhain, nahe der Grenze zu Sachsen. Die barocke Anlage ist aus einem Rittergut hervorgegangen und heute nur noch zu zwei Dritteln erhalten. Der Verlust eines ganzen Flügels im 19. Jahrhundert prägt bis heute das Erscheinungsbild des Herrenhauses. Einst gehörte es zu dem Bergerkloster in Altenburg, das bis heute das Stadtbild prägt und als „Rote Spitzen“ bekannt ist.

1290 wird Langenleuba erstmals urkundlich als „Longa luben“ erwähnt. Die Bezeichnung bezieht sich auf die Lage am Leubabach. Bereits vor dem 13. Jahrhundert wird eine Burg genannt, deren Ursprünge vermutlich bis ins 11. Jahrhundert reichen. Diese frühmittelalterliche Wasserburg befand sich an der Stelle des heutigen Ritterguts und diente den Burggrafen von Altenburg zur Grenzsicherung zur Mark Meißen. Mit dem Aussterben der Burggrafen im Jahr 1329 fiel das Pleißenland an die wettinischen Markgrafen von Meißen, die das Gut an verschiedene Adelsfamilien verliehen.

1707 erwarb der Leipziger Kaufmann Johann von Kuntsch das Rittergut. In den Jahren bis 1711 ließ er ein eindrucksvolles Herrenhaus errichten, eine symmetrische, zweigeschossige Vierflügelanlage mit 121 Fenstern. Das Gebäude war ursprünglich von Wassergräben umgeben, mit Freitreppen, Mansarddach und einem Festsaal mit zwei offenen Kaminen. Es erinnerte eher an ein Schloss als an ein ländliches Gutshaus. Gestaltungselemente wie Stuckdecken, Fassadenachsen und Raumproportionen zeigen Parallelen zu Dresdner Palais wie dem Taschenbergpalais.

1838 musste der südliche Flügel wegen schwerer Bauschäden abgetragen werden. Diese bauliche Veränderung gab der Anlage ihren heutigen Namen als „Halbes Schloss“.

Das Gut blieb bis 1945 im Besitz der Familie von Kuntsch. Bereits im 18. Jahrhundert fanden im Herrenhaus öffentliche Lesungen zur Erwachsenenbildung statt. 1926 wurde das Familienfideikommiss in eine Stiftung überführt, um 1930 zog ein Kindergarten ins Haus. Das Dach wurde in den 1930er Jahren saniert, letzte Wassergräben verschwanden um 1970.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Familie enteignet, die Stiftung aufgelöst. Die Gutsanlage wurde aufgeteilt, die Wirtschaftsgebäude dienten als Wohnungen und Gasthof. Auch eine Berufsschule zog ins Herrenhaus, bis 1965. Danach begann der Leerstand, das Gebäude verfiel zunehmend. Nach der Wiedervereinigung ging das Anwesen in Bundesbesitz über.

2013 wurden Teile des Wirtschaftshofs saniert, einige Gebäude werden heute als Wohnungen, Läden, Bibliothek und Verwaltung genutzt. Das Schloss selbst kam 2014 auf die Liste der gefährdetsten Baudenkmale Thüringens. In den Folgejahren wurde es mehrfach versteigert. 2015 wechselte es für 22.000 Euro den Besitzer, 2018 erneut für 31.000 Euro.

2022 gründete sich der Verein „Halbes Schloss Langenleuba-Niederhain e. V.“ mit dem Ziel, das Herrenhaus zu retten. Erste Sicherungsmaßnahmen folgten rasch. 2023 begann die Sanierung des barocken Bauwerks, begleitet von Grabungen, bei denen Reste der mittelalterlichen Burg freigelegt wurden. Seit 2024 unterstützt die Jugendbauhütte die Erhaltungsarbeiten. Die Anlage gilt seither als gesichert. 

Weitere Informationen zum Halben Schloss finden Sie auf https://historische-haeuser.com/halbes-schloss-herrenhaus-langenleuba-niederhain-in-thueringen/

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Musik: Serge Pavkin | pixabay.com
Halbes Schloss | Herrenhaus Langenleuba-Niederhain in Thüringen
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