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Paul Johannes Adolf Korff

Architekt und Baumeister Paul Korff

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägte der Architekt und Baumeister Paul Korff als einer der bedeutendsten Vertreter der mecklenburgischen Reformarchitektur die Gutshauslandschaft des Landes wie kaum ein anderer Baumeister seiner Zeit. Während vielerorts noch historistische Herrenhaus- und Schlossbauten entstanden, entwickelte er eine neue Form des ländlichen Bauens, die moderner wirkte und dennoch eng mit der norddeutschen Landschaft verbunden blieb. Seine Häuser verbanden repräsentative Wirkung mit handwerklicher Präzision, klare Formen mit wohnlicher Atmosphäre. Gutshäuser und Herrenhäuser mit ihren hohen Dächern, ruhigen Fassaden und klaren Baukörpern prägen bis heute das Bild vieler mecklenburgischer Güter.

Paul Johannes Adolf Korff (1875–1945) wurde am 25. Oktober 1875 in Laage geboren. Sein Vater Friedrich Korff war Maurermeister, Bauunternehmer und Ratsherr. Schon früh kam Paul Korff dadurch mit dem Bauhandwerk in Berührung. Nach dem Schulbesuch in Güstrow studierte er am Technikum Neustadt-Glewe und arbeitete anschließend im Büro des Oberhofbaurates Gotthilf Ludwig Möckel (1838–1915) in Bad Doberan. Dort lernte er nicht nur die sorgfältige handwerkliche Ausführung von Architektur kennen, sondern auch die Bedeutung regionaler Bautraditionen. Besonders Möckels Umgang mit norddeutschen Backsteinformen und historischen Vorbildern hinterließ Spuren, auch wenn Korff später einen eigenen Weg einschlug.

Während einer Bauleitung an der Trinitatiskirche im sächsischen Hainichen begegnete Korff dem Architekten Alfred Krause (1866–1930), mit dem ihn später eine langjährige Zusammenarbeit verband. Gemeinsam gründeten beide 1899 in Rostock die Bürogemeinschaft „Krause & Korff“. Die Verbindung blieb nicht nur beruflich bestehen. Korff heiratete 1901 Marie Aloyse Leonhardt (1880–1928), während Krause ihre Schwester Adele Leonhardt heiratete. Wenige Jahre später verlagerte Korff seinen Lebensmittelpunkt zurück nach Laage. Dort gründete er das „Landbaubüro Laage“, das zeitweise mehr als fünfundzwanzig Mitarbeiter beschäftigte und sich rasch zu einem der produktivsten Architekturbüros in Mecklenburg entwickelte

Zwar lag ein Schwerpunkt seiner Arbeit auf Gutshäusern und ländlichen Anlagen, doch entwarf Korff ebenso Villen, Hotels, Geschäftshäuser, Banken, Kirchen, Denkmäler und Möbel. Nach bisherigen Forschungen lassen sich mehr als 350 Bauten und Projekte Paul Korff zuordnen, vermutlich waren es ursprünglich noch deutlich mehr. Viele seiner Projekte entstanden als Gesamtkunstwerke, bei denen selbst Türen, Treppen, Wandvertäfelungen oder Einrichtungsgegenstände eigens entworfen wurden. Gerade auf den mecklenburgischen Gütern beschränkte sich Korff häufig nicht allein auf das Herrenhaus. Oft plante er zugleich Wirtschaftsgebäude, Park- und Toranlagen, Zufahrten oder Arbeiterhäuser und entwickelte dadurch vollständige Gutsensembles mit einheitlicher architektonischer Handschrift.

Zeitgenossen beschrieben Korff als Architekten mit einem außergewöhnlich engen Bezug zum Handwerk. Der Kunstschriftsteller Thuro Balzer berichtete 1913, Korff habe sich in Laage einen Kreis besonders qualifizierter Handwerker aufgebaut, darunter Tischler, Schlosser, Steinmetzen und Maler, die seine Entwürfe mit großer Sorgfalt ausführten. Gerade diese handwerkliche Qualität unterscheidet viele seiner Gebäude bis heute von den oft überladen wirkenden Villen- und Schlossbauten jener Zeit. Korff legte großen Wert auf hochwertige Materialien, ausgewogene Proportionen und eine präzise Ausführung bis ins Detail. Dadurch wirken viele seiner Häuser trotz ihrer Größe ruhig, geschlossen und selbstverständlich in die Landschaft eingebunden. Besonders prägend wurde Paul Korffs Wirken auf den mecklenburgischen Gütern. In einer Zeit großer gesellschaftlicher Veränderungen entwickelte er eine neue Form des Herrenhauses. Viele ältere Gutshäuser Mecklenburgs stammten aus dem Klassizismus oder aus barocken Umbauphasen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Korff griff diese Bautraditionen auf, interpretierte sie jedoch neu. Seine Architektur verzichtete meist auf übermäßigen Fassadenschmuck und wirkte stattdessen durch Proportionen, Dachformen, Materialien und die Verbindung zur Umgebung.

Charakteristisch für Korffs Architektur wurden hohe Walm- und Mansarddächer, kräftige Giebel, zurückhaltend gegliederte Fassaden und eine klare Baukörpergestaltung. Zugleich integrierte er moderne technische Lösungen. In mehreren Herrenhäusern kamen bereits Eisenbetondecken, Zentralheizungen, moderne Lüftungsanlagen oder elektrische Installationen zum Einsatz. Gerade in seinen größeren Gutshausbauten verband Korff traditionelle Landhausarchitektur mit zeitgemäßer Technik und modernen Wohnvorstellungen.

Zu den frühesten bekannten Gutshausprojekten Korffs gehört das Gutshaus Stubbendorf bei Tessin, das 1903 bis 1904 für Hellmuth von Prollius entstand. Bereits hier zeigt sich jene ruhige und landschaftsverbundene Architektur, die viele seiner späteren Arbeiten prägen sollte. Ein weiterer Meilenstein wurde das zwischen 1905 und 1907 entstandene Gutshaus Wendorf bei Sternberg. Dort entwarf Korff nicht nur das Herrenhaus, sondern auch weitere Gebäude der Gutsanlage.

Nach Beginn des Ersten Weltkriegs zog es Korff zeitweise nach Ostpreußen, wo nach den schweren Zerstörungen des Krieges ein umfangreicher Wiederaufbau begann. Seine dortige Tätigkeit ist nur teilweise dokumentiert, doch erhaltene Möbelentwürfe und Innenraumgestaltungen belegen seine Beteiligung an diesem Wiederaufbauprogramm. Nach dem Krieg wandelte sich seine Architektur allmählich weiter. Die Formen wurden sachlicher und ruhiger, ohne die Verbindung zur regionalen Bauweise aufzugeben. Zwischen 1918 und 1920 war Korff an Umbauten auf Schloss Vollrathsruhe beteiligt. Auch Schloss Plathe und Schloss Speck in Pommern gehören zu seinen späteren Schlossprojekten. Die wirtschaftlichen Krisen der 1920er Jahre erschwerten zunehmend die Arbeit vieler Architekten. Dennoch blieb Korff tätig. 1930 übernahm er mit den Arbeiten am Herrenhaus Rothspalk eines seiner letzten bekannten Projekte im Bereich der Gutshausarchitektur. Neben seinen Gutshäusern entstanden zahlreiche Villen, Hotels und Geschäftshäuser in Rostock, Güstrow und Warnemünde. Dazu gehören unter anderem die Villa Zeeck in Rostock, das Hotel „Am Alten Strom“ in Warnemünde oder die Rostocker Bank in der Kröpeliner Straße. Auch diese Bauten zeigen Korffs Fähigkeit, traditionelle Architekturformen mit modernen Anforderungen zu verbinden.

Kurz vor Kriegsende nahmen sich Paul Korff und seine zweite Ehefrau Ilse Kühn (1902–1945) am 2. Mai 1945 in Laage das Leben. Große Teile seines Archivs gingen während der Kriegswirren verloren. Nach Berichten sollen zahlreiche originale Zeichnungen und Entwurfspläne nach dem Krieg im Zuge von Altstoff- beziehungsweise Altpapiersammlungen vernichtet worden sein und in die Papierverwertung gelangt sein.

Über 100 Gutshäuser, Herrenhäuser und Schlösser von Paul Korff in Mecklenburg-Vorpommern

Jahr der Baumaßnahme:  Umbauten Anfang 20. Jahrhundert
Auftraggeber: Ernst Piek
Baumaßnahme: Gutshaus

Das Gutshaus Alt Schönau entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts als verputzter Backsteinbau und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts verändert. Der eingeschossige, neunachsige Bau besitzt ein Mansarddach sowie einen dreiachsigen Mittelrisaliten mit weitem Segmentbogen, Uhr und Glocke. Eine hochgesetzte Veranda mit Freitreppe führt zum Eingang. Auf der Gartenseite befinden sich große Dachgauben und ehemalige Wirtschaftsanbauten. Das Gut befand sich über Jahrhunderte im Besitz verschiedener Familien, darunter von Voss, Meissenburg, Klotz und Wegener. Von 1912 bis 1945 gehörte es Ernst Piek. Nach 1945 wurde das Gutshaus unter anderem als Kindergarten, Gemeindebüro und Bauernstube genutzt. Zahlreiche Wirtschaftsgebäude der Gutsanlage sind erhalten geblieben.

Jahr der Baumaßnahme: nach 1900
Auftraggeber: Fritz Lüdecke
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Alt Steinhorst gehörte zu einer historischen Gutsanlage, deren Wurzeln bis in das 17. Jahrhundert zurückreichen. Das Herrenhaus wurde im frühen 20. Jahrhundert unter dem Besitzer Fritz Lüdecke geführt. Über konkrete Baumaßnahmen Paul Korffs liegen bislang keine näheren Angaben vor. Das ursprüngliche Gutshaus brannte 1945 ab. Spätere Neubauten entstanden auf den historischen Fundamenten, während die Wirtschaftsgebäude der Anlage bis 1998 erhalten blieben.

Baujahr: ab 1905
Auftraggeber: Familie von Döring
Baumaßnahme: Herrenhaus

Das Gutshaus Badow entstand ab 1905 nach einem Brand des älteren klassizistischen Herrenhauses neu nach Plänen des Architekten Paul Korff. Der neobarocke Neubau wurde über den historischen Kellergewölben des 17. Jahrhunderts errichtet. Hohe Walmdächer, dreiachsige Mittelrisalite mit Giebeln sowie seitliche Vorbauten mit Altanen prägen das Erscheinungsbild. Gleichzeitig kamen moderne Konstruktionen wie Eisenbetondecken zum Einsatz.

Der zweigeschossige Putzbau besitzt Schleppgauben sowie einen Mittelrisaliten mit Rundbogenfenstern und dem Wappen der Familie von Döring. Vorgelagert sind ein Wintergarten mit Balkon und ein Eingangsbereich mit Freitreppe. An der Westseite schließt ein nahezu quadratischer Seitenflügel mit Mansarddach an. Zur Parkseite befindet sich eine Veranda. Erhalten blieben außerdem zahlreiche Wirtschaftsgebäude, darunter Marstall, Speicher und Inspektorenhaus aus den Jahren 1912 bis 1914.

Weitere Informationen über Schloss Badow 

schloss badow

Baujahr: Gutshaus vor 1827, Erweiterungen 1904 und 1920
Auftraggeber: Günther Rimpau
Baumaßnahme: Wintergarten und Wirtschaftsgebäude am Gutshaus

Das Gutshaus Bandelstorf entstand vermutlich vor 1827 auf den Fundamenten eines älteren Vorgängerbaus und erhielt im frühen 20. Jahrhundert mehrere Erweiterungen. 1904 wurde der markante Turm angebaut, 1920 folgte unter Paul Korff ein Wintergarten. Gleichzeitig entstanden zahlreiche Wirtschaftsgebäude der Gutsanlage, darunter Speicher, Werkstätten, Wagenremise und das charakteristische Wiegehaus mit seiner 1921 eingebauten Turmuhr der Firma J. F. Weule. Die Anlage vermittelt bis heute den Eindruck eines geschlossenen mecklenburgischen Gutshofes des frühen 20. Jahrhunderts.

herrenhaus bandelstorf

Jahr der Baumaßnahme: vermutlich um 1912
Auftraggeber: Ulrich von Maltzan, Freiherr zu Wartenberg und Penzlin
Baumaßnahme: Gutshaus

Barz wurde 1383 erstmals urkundlich erwähnt. Die zwischen 1860 und 1880 entstandene Gutsanlage wird von einem eingeschossigen, verputzten Ziegelbau im Stil des Spätbarock geprägt, der um 1830 errichtet wurde. Das Gutshaus steht auf erhöhtem Gelände oberhalb der Teiche und besitzt ein abgewalmtes Mansarddach. Die Hoffront wird durch einen dreiachsigen Mittelrisaliten mit Segmentgiebel und Okulus betont, zu dem eine Freitreppe mit Podest und Rundbogeneingang führt. Zur Parkseite befinden sich ein Mittelerker und breite Dachgauben. Das etwa 1.050 Hektar große Gut befand sich gemeinsam mit Großen Luckow im Besitz von Ulrich von Maltzan, Freiherr zu Wartenberg und Penzlin. Für die Zeit um 1912 sind Arbeiten des Architekten Paul Korff überliefert. Nach längerem Leerstand wurde das Gutshaus in den vergangenen Jahren umfassend saniert. Erhalten blieben außerdem Teile des Parks mit altem Baumbestand sowie Wirtschaftsgebäude und ein älterer Fachwerkbau.

Jahr der Baumaßnahme: Landhaus/Gutshaus 1912, Nebengebäude 1924
Auftraggeber: Baroness von Langen
Baumaßnahme: Landhaus und Nebengebäude

Die Gutsanlage Beckerwitz entstand Anfang des 20. Jahrhunderts als repräsentativer Resthof des Gutes Hohen Wieschendorf. Das 1912 errichtete Landhaus beziehungsweise Gutshaus ist ein eingeschossiger roter Ziegelbau auf rustikalem Granitsockel mit hohem Krüppelwalmdach. Prägend ist der zweigeschossige Mittelrisalit mit Spitzgiebel und kleinem Türmchen, flankiert von zwei Dachhäuschen. Ziegellisenen gliedern die Fassaden und verleihen dem Bau eine zurückhaltend reformarchitektonische Wirkung. 1924 wurden ergänzende Nebengebäude errichtet, die die Hofanlage funktional erweiterten.

Baujahr: Umbau ab 1906
Auftraggeber: Walter Duve
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Belitz wurde ab 1906 nach Plänen des Architekten Paul Korff durch Umbau eines älteren Hauses von 1788 gestaltet. Der eingeschossige, elfachsige Putzbau mit hohem Kellergeschoss besitzt ein Mansarddach mit zahlreichen Gauben, darunter Fledermausgauben, sowie einen markanten polygonalen Mittelrisaliten mit Turmaufsatz und Uhr. Eine breite Freitreppe führt zum Haupteingang mit Sonnenuhr, auf der Parkseite befindet sich ein großer Wintergarten. Das Gutshaus ist von einem Park und erhaltenen Wirtschaftsgebäuden umgeben. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Gebäude umfassend und stilgerecht saniert. Bekannt wurde es unter anderem als Drehort der ARD-Reihe „Abenteuer 1900 – Leben im Gutshaus“.

gutshaus belitz

Jahr der Baumaßnahme: 1910 bis 1912
Auftraggeber Herrenhaus/Gutsanlage: Henry Brarens Sloman
Auftraggeber Ausbau Rittergut: Gerhard von Marschall
Baumaßnahme: Ausbau Rittergut und Herrenhaus Bellin mit Gutsanlage

Die ursprüngliche Gutsanlage Bellin entstand Mitte des 18. Jahrhunderts unter den Reichsgrafen von Sala. Zwischen 1910 und 1912 ließ Henry Brarens Sloman an Stelle des älteren Gutshauses ein neues Herrenhaus nach Plänen des Architekten Paul Korff errichten. Gleichzeitig erfolgte unter Gerhard von Marschall der Ausbau des Rittergutes.

Das zweigeschossige Herrenhaus wurde im neobarocken, klassizistisch geprägten Stil ausgeführt. Prägend sind der Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel, das Hauptportal mit Säulenvorbau und Balkon sowie die große Freitreppe und der Wintergarten auf der Parkseite. Vorgelagert sind Wirtschaftsgebäude und ein markantes Torhaus mit hohem Torturm. Zwei Lindenalleen führen auf das Herrenhaus zu.

Der bereits im 18. Jahrhundert angelegte Garten wurde im 19. Jahrhundert zum Landschaftspark umgestaltet und Anfang des 20. Jahrhunderts erneut überarbeitet. Terrassenanlagen, Mauern, ein Gondelteich mit Freitreppe sowie kleinere Parkbauten wie Pavillon und Kapelle mit Gruft prägen das Ensemble. Nach 1945 wurde das Herrenhaus unter anderem als Flüchtlingsunterkunft, Bezirksparteischule und Heim genutzt. Seit den späten 1990er Jahren erfolgte eine umfassende Restaurierung.

Jahr der Baumaßnahme: Umbau 1918
Auftraggeber: Baron David von Le Fort
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Boek erhielt 1918 unter Baron David von Le Fort einen Umbau durch Paul Korff. Der langgestreckte Bau zeigt schlichte klassizistische Formen mit hell verputzten Fassaden, regelmäßiger Fensterordnung und einem betonten Mittelgiebel. Das Gebäude liegt eingebettet in einen weitläufigen Waldpark nahe der Müritz und bildet bis heute den Mittelpunkt der ehemaligen Waldgut-Anlage.

Jahr der Baumaßnahme: Umbau Anfang 20. Jahrhundert
Auftraggeber: Arnd Heinrich von Oertzen
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Briggow wurde Ende des 19. Jahrhunderts als neoklassizistischer Putzbau auf hohem Kellergeschoss errichtet und Anfang des 20. Jahrhunderts unter Arnd Heinrich von Oertzen durch Paul Korff umgestaltet. Charakteristisch sind die klar gegliederten Fassaden, das hohe Sockelgeschoss sowie der giebelständige Eingangsvorbau mit aufwendig ausgeführter Holzkonstruktion. 

Jahr der Baumaßnahme: Umbau nach 1900
Auftraggeber: Hans von Seckendorff
Baumaßnahme: Umbau Herrenhaus

Das Herrenhaus Broock, ein ursprünglich spätbarocker Bau des 18. Jahrhunderts mit neogotischer Umgestaltung durch Friedrich August Stüler im 19. Jahrhundert, wurde nach 1900 unter Hans von Seckendorff durch Paul Korff überarbeitet.

herrenhaus broock

Jahr der Baumaßnahme: um 1910 bis 1912
Auftraggeber: Ernst Johann Ballin aus Oldenburg
Baumaßnahme: Herrenhaus

Büttelkow gehört zu den technisch und architektonisch anspruchsvollsten Landhäusern Korffs. Der Bau verbindet Neobarock, Klassizismus und Jugendstil. Zugleich verfügte das Herrenhaus über modernste Haustechnik mit Zentralheizung, elektrischen Anlagen und Stahlbetondecken.

Auftraggeber: August von Bassewitz
Baumaßnahme: Umbau Herrenhaus

Das klassizistische Herrenhaus Dersentin wurde Mitte des 19. Jahrhunderts für die Familie von Bassewitz errichtet und später unter August von Bassewitz durch Paul Korff überarbeitet. Der zweieinhalbgeschossige Bau auf erhöhtem Sockelgeschoss besitzt eine streng symmetrische Fassade mit dreizehn Fensterachsen und einem repräsentativen Eingangsportikus mit vier ionischen Säulen und Dreiecksgiebel. 

gutshaus dersentina

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Lemcke
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Dewitz befindet sich an der Stelle einer älteren Burganlage, von der bis heute Wallreste erhalten geblieben sind. Der Ursprung des Ortes reicht bis um 1250 zurück. Das Gut befand sich im Besitz der Familie von Gentzkow. Über die durch Paul Korff ausgeführten Baumaßnahmen für den Auftraggeber Lemcke liegen derzeit keine näheren Angaben vor.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Ella Gräfin von Schlieffen
Baumaßnahme: unbekannt

Das Herrenhaus Diekhof entstand zwischen 1732 und 1739 als barocke Dreiflügelanlage mit Ehrenhof. Bauherr war Ludwig Achat von Hahn. Die schlossartige Anlage besaß einen zweigeschossigen Mittelbau mit Mansarddach, Mittel- und Seitenrisaliten sowie Pavillons, die über Seitenflügel verbunden waren. 1768 wurde nach Plänen des Baumeisters C. D. Holle eine Rokokokapelle angefügt. Zum Ensemble gehörten außerdem Torhäuser, Wirtschaftsgebäude, Doppelallee und Park.

Für Ella Gräfin von Schlieffen sind im Werkverzeichnis von Paul Korff Baumaßnahmen verzeichnet. Nähere Angaben zur Art der Arbeiten oder zur Datierung liegen derzeit jedoch nicht vor.

1945 brannte das Herrenhaus weitgehend aus, erhalten blieben nur ein Seitenflügel sowie die Rokokokapelle. Nach 1990 begannen umfangreiche Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den erhaltenen Gebäuden und Fundamenten. Auch Park, Marstall und weitere Teile der historischen Anlage wurden schrittweise instand gesetzt.

Gutshaus | Schloss Diekhof © Historische Häuser | Alte Häuser

Jahr der Baumaßnahme: 1905
Auftraggeber: Wilhelm von Treuenfels
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Diestelow wurde 1905 unter Wilhelm von Treuenfels durch Paul Korff umgebaut. Das zweigeschossige Herrenhaus lag unmittelbar am Diestelower See und war Mittelpunkt einer umfangreichen Gutsanlage mit zahlreichen Wirtschaftsgebäuden, darunter Reithaus, Pferdestall, Scheunen sowie Stallanlagen für Rinder und Schweine. Der Wirtschaftshof zählte in den 1920er Jahren zu den größeren Anlagen der Region.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Gottlob von Bülow-Stolle
Baumaßnahme: Gut

Für Gottlob von Bülow-Stolle sind im Werkverzeichnis von Paul Korff Arbeiten in Dobbin verzeichnet. Das Gut entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer umfangreichen Gutsanlage mit Herrenhaus, Wirtschaftsgebäuden, Stallanlagen und Marstall. Besonders prägend war der um 1860 errichtete Marstall mit gefliesten Innenräumen. Das Herrenhaus selbst wurde 1945 beschädigt und später abgetragen.

Jahr der Baumaßnahme: zwischen 1913 und 1916
Auftraggeber: Otto Rieck
Baumaßnahme: Umbau Herrenhaus

Das Herrenhaus Frauenmark wurde ursprünglich 1860 im Stil des Spätklassizismus errichtet und nach einem Brand 1893 neu aufgebaut. Zwischen 1913 und 1916 erfolgten unter Otto Rieck Umbauten durch Paul Korff. Das schlossartige Gebäude besitzt repräsentative Fassadenformen des späten 19. Jahrhunderts und war Mittelpunkt einer umfangreichen Gutsanlage mit Wirtschaftsgebäuden und Park.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Karl Baetke
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Friedrichshof ist ein zwischen 1845 und 1849 errichteter verputzter Backsteinbau am Nordufer des Hohen Sprenzer Sees. Für Karl Baetke sind im Werkverzeichnis von Paul Korff Baumaßnahmen am Gutshaus verzeichnet, nähere Angaben zur Art der Arbeiten liegen derzeit jedoch nicht vor.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: von Rieben
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Galenbeck entstand Anfang des 18. Jahrhunderts unmittelbar neben der mittelalterlichen Burganlage am Galenbecker See. Das zweigeschossige Fachwerkhaus wurde später nach Norden erweitert und erhielt seine heutige Größe. Der 13-achsige Bau besitzt ein Krüppelwalmdach mit Fledermausgauben in zwei Reihen sowie zweigeschossig ausgebaute Seitenteile. An der Gartenseite befindet sich eine große Holzveranda. Erhalten sind außerdem Teile der historischen Gutsanlage mit Speicher, Feldsteinmauer, Toranlage und schildhausartigen Aufbauten.

Das Gut selbst geht auf einen mittelalterlichen Rittersitz zurück. Von der im 13. Jahrhundert angelegten Grenzburg sind bis heute der geneigte Bergfried, Turmhügel und Reste der Gräben erhalten. Ab 1408 bis 1945 befand sich Galenbeck im Besitz der Familie von Rieben. Im Gutshaus unterschrieb Gebhard Leberecht von Blücher 1760 nach seiner Gefangennahme die Übertrittsurkunde in die preußische Armee.

Nach 1945 wurde das Herrenhaus zu Wohnzwecken genutzt. Jahrzehntelanger Sanierungsstau führte zu schweren Bauschäden. Seit den 1990er Jahren erfolgen schrittweise Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten. Im Park befindet sich zudem die sogenannte Luisen-Linde, eine etwa 200 Jahre alte Tanzlinde.

Jahr der Baumaßnahme: 1920
Auftraggeber: August von Michael
Baumaßnahme: Erneuerung Mittelbau nach Brand

Das Gutshaus Ganzkow ist ein ursprünglich Anfang des 18. Jahrhunderts errichteter eingeschossiger Fachwerkbau mit Mansarddach. Der langgestreckte Mittelbau wird von zwei nahezu quadratischen Seitenflügeln begleitet. 1920 wurde der Mittelbau nach einem Brand massiv erneuert. Dabei entstanden an der Vorderseite ein Frontispiz mit rechteckigen Fenstern sowie an der Parkseite eine offene Halle mit vorgelagertem Aufbau unter Walmdach.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Georg von Arnswaldt
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Glambeck ist ein eingeschossiger, verputzter Ziegelbau mit neun Fensterachsen und Krüppelwalmdach. Die Hauptfassade wird durch ein dreiachsiges Zwerchhaus mit Dreiecksgiebel und Halbrundluke betont. Eine kurze Freitreppe führt zum mittigen Eingang. Seitlich schließt ein kleinerer, rückversetzter Anbau an das Gebäude an. Für Georg von Arnswaldt sind im Werkverzeichnis von Paul Korff Baumaßnahmen am Gutshaus verzeichnet, nähere Angaben dazu liegen derzeit jedoch nicht vor.

Jahr der Baumaßnahme:  1904
Auftraggeber: Alfred Winzer
Baumaßnahme: Umbau und Erweiterung Gutshaus

Das um 1750 erbaute Gutshaus Groß Görnow wurde 1904 im Auftrag von Alfred Winzer umgebaut und erweitert. Der eingeschossige Putzbau besteht aus zwei miteinander verbundenen dreizehnachsigen Gebäudeteilen mit Krüppelwalmdach und einem turmartigen Dachreiter mit geschweifter Haube. Zwei Portiken mit jeweils vier dorischen Säulen führen in den Gebäudekomplex. Der dreiachsige Mittelrisalit mit Okulus sowie die zahlreichen Dachgauben prägen das Erscheinungsbild. Zum Gut gehören mehrere große Wirtschaftsgebäude sowie das 1849 errichtete Schweizerhaus, ein eingeschossiger Klinkerbau mit Mittelrisalit und gegliederter Fassade. 1916 erwarb Hermann G. Schmid das Rittergut und ließ die Anlage weiter ausbauen. Nach 1945 verließ die Familie Groß Görnow. Das Gutshaus und Teile der Gutsanlage sind bis heute erhalten.

herrenhaus groß görnow

Jahr der Baumaßnahme: Anfang 20. Jahrhundert
Auftraggeber: Werner Schütt
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Groß Raden wurde Anfang des 20. Jahrhunderts nach Plänen des Architekten Paul Korff für Werner Schütt umgebaut. Der zweigeschossige Kompaktbau mit sechs Achsen steht auf einem rustikalen Granitsockel und besitzt ein Walmdach. Charakteristisch sind der seitliche Querbau mit Spitzgiebeln, die zum See gerichteten Risalite mit Dreiecksgiebeln und Erkern sowie der polygonale Turmanbau an der Hoffront. Rundbogige Fenster und Türen im Erdgeschoss, sprossierte Fensterflügel und eine geschwungene Freitreppe prägen das Erscheinungsbild. Das Gutshaus liegt zwischen Park und Groß Radener See und wird über eine Baumallee erschlossen. Nach 1945 wurde das Haus vorwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Erhalten blieben außerdem ein ehemaliger Speicher, der heute als Museum dient, sowie weitere Wirtschaftsgebäude der Gutsanlage.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Paul Mierendorff
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Groß Ridsenow wurde um 1776 im Auftrag der Familie von Wendhausen errichtet und unter Paul Mierendorff durch Paul Korff umgebaut. Der eingeschossige, elfachsige Fachwerkbau steht auf einem Feldsteinfundament und besitzt ein Mansarddach mit Zwerchhaus, Dreiecksgiebel und Okulus. Eine kurze Freitreppe führt über eine kleine Terrasse zum leicht vorspringenden Eingangsbereich. Die historische Zufahrt mit Torpfeilern und Mauerwerk mit großen Steinkugeln ist noch erhalten. Hinter dem Haus erstreckt sich ein verwilderter Park, während im Umfeld ehemalige Stallungen der Gutsanlage stehen, die teilweise zu Wohnzwecken umgebaut wurden.

Jahr der Baumaßnahme: ab 1912, Bauzeit 1914–1916
Auftraggeber: Maximilian Heinrich von Schinckel
Baumaßnahme: Herrenhaus/Gutsanlage

Das Gutshaus Groß Timkenberg wurde ab 1912 nach Entwürfen von Paul Korff im neobarocken Stil für Maximilian Heinrich von Schinckel errichtet. Der zweigeschossige Putzbau mit gewalmtem Mansarddach wird durch einen dreiachsigen Mittelrisaliten mit Dreiecksgiebel und Wappenrelief geprägt. Große Sprossenfenster, Fledermausgauben sowie dekorative Putzgliederungen bestimmen das Erscheinungsbild. Zur Hofseite führt eine Freitreppe auf das Herrenhaus zu, während sich auf der Parkseite ein Altan mit dorischen Säulen und Freitreppe befindet. Zur Gutsanlage gehören zudem Wirtschaftsgebäude, Speicher und Pferdestall.

Jahr der Baumaßnahme: um 1910
Auftraggeber: Bernhard Wenck
Baumaßnahme: Gutsanlage mit Gutshaus, Taubenhaus und Gartenarchitektur

Groß Vielen wurde erstmals 1170 urkundlich erwähnt. Das ursprüngliche Herrenhaus ließ Joachim Friedrich von Holstein 1703 errichten. Um 1910 erfolgte unter Bernhard Wenck eine umfassende Neugestaltung der Gutsanlage nach Plänen des Architekten Paul Korff. Dabei entstanden Umbauten am Gutshaus sowie das Taubenhaus und weitere Teile der Gartenarchitektur. Gleichzeitig erneuerte der Gartenarchitekt Richard Habich die weitläufigen Parkanlagen. Der zweigeschossige, elfachsige Putzbau mit Walmdach besitzt einen dreiachsigen Mittelrisaliten mit Rundgiebel, Okuli und Jugendstilornamentik. Eine Freitreppe führt zum Eingang, auf der Parkseite befinden sich Veranda und Terrasse. Erhalten sind außerdem zahlreiche Wirtschaftsgebäude, das Torhaus von etwa 1740 sowie das sogenannte Rosenhäuschen. Nach 1945 diente das Gutshaus unter anderem als Unterkunft, Internat und Gemeindeverwaltung. Heute befinden sich Gutshaus und Torhaus in Privatbesitz.

Jahr der Baumaßnahme: 1911/1912
Auftraggeber: Adelaide von Alers, Wladimir Schmitz
Baumaßnahme: Herrenhaus

Das Herrenhaus Hasenwinkel wurde zwischen 1908 und 1912 nach Plänen von Paul Korff anstelle eines älteren Wohnhauses im neobarocken Stil errichtet. Der repräsentative Bau besitzt hohe Mansarddächer, geschwungene Dachformen und reich gegliederte Fassaden. Vom Haupteingang führt eine Freitreppe in die Gartenanlage und den angrenzenden Landschaftspark, der zwischen 1910 und 1912 angelegt wurde. Ein filigraner Zaun mit reliefierten Feldern, Vasenaufsätzen und Toranlagen umgibt das Herrenhaus.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Louis Graf von Schwerin
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Hohenbrünzow entstand um 1865 im spätklassizistischen Stil. Der repräsentative Bau besitzt gegliederte Fassaden, ein markantes Eingangsportal sowie dekorative Giebel- und Turmelemente. Gleichzeitig mit dem Bau des Herrenhauses wurde ein englischer Landschaftspark angelegt. Für Louis Graf von Schwerin sind im Werkverzeichnis von Paul Korff Baumaßnahmen am Gutshaus verzeichnet, nähere Angaben dazu liegen derzeit jedoch nicht vor.

MittsommerRemise 2025 - Gut Hohen Brünzow © Historische Häuser

Jahr der Baumaßnahme: nach 1900
Auftraggeber: Herbert Graf von Klot-Trautvetter
Baumaßnahme: Umgestaltung Herrenhaus

Das Herrenhaus Hohendorf wurde 1854 als klassizistische Anlage für die Familie von Klot-Trautvetter errichtet und nach 1900 unter Herbert Graf von Klot-Trautvetter durch Paul Korff umgestaltet. Der schlossartige Bau besitzt repräsentative Fassaden, einen markanten Turm sowie parkseitige Erweiterungen. Das Herrenhaus liegt eingebettet in eine historische Parkanlage und prägt bis heute das Ortsbild von Hohendorf.

Jahr der Baumaßnahme: um 1920
Auftraggeber: Anton von Brocken
Baumaßnahme: Umbau Herrenhaus

Das Herrenhaus Hohen Luckow wurde 1707/1708 für Christoph von Bassewitz errichtet und zählt zu den bedeutenden barocken Gutshäusern Mecklenburgs. Um 1920 erfolgten unter Anton von Brocken Umbauten durch Paul Korff. Der zweigeschossige Putzbau besitzt ein hohes Mansarddach und wurde bereits im 19. Jahrhundert durch Ecktürme auf der Gartenseite, einen Vorbau sowie eine Freitreppe erweitert. Im Inneren haben sich der Rittersaal mit Stuckverzierungen, Kamin und Reliefbildern erhalten.

Gutshaus Hohen Luckow © Historische Häuser | Alte Häuser

Jahr der Baumaßnahme: um 1910
Auftraggeber: von Möllendorff
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Herrenhaus Horst, auch „Neues Schloss“ genannt, wurde im 18. Jahrhundert errichtet und um 1910 unter der Familie von Möllendorff durch Paul Korff umgebaut. Der stattliche eingeschossige Bau besitzt eine schlichte Putzgliederung und ein Mansardwalmdach. Das Herrenhaus liegt am westlichen Dorfrand hinter der historischen Gutsanlage und war ursprünglich von einem Landschaftspark des 19. Jahrhunderts umgeben.

Jahr der Baumaßnahme: 1911
Auftraggeber: Martin von Campe
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Herrenhaus Hülseburg entstand ab 1861 im Stil der englischen Tudorgotik und gehörte zu den eindrucksvollsten Herrensitzen der Region. 1911 erfolgte unter Martin von Campe ein Umbau durch Paul Korff. Der malerische Bau war von einer weitläufigen Gutsanlage mit Pferdestall, Wagenremise, Wirtschaftsgebäuden sowie einem Landschaftspark mit künstlicher Burgruine umgeben. Nach einem Brand im Januar 1947 blieb das Herrenhaus nur noch als Ruine erhalten.

Jahr der Baumaßnahme: nach 1900
Auftraggeber: von Heiligenstadt
Baumaßnahme: unbekannt

Das Herrenhaus Ikendorf entstand nach 1900 nach Plänen von Paul Korff für Carl von Heiligenstadt, den damaligen Pächter des Rostocker Kämmereigutes. Der Gutsstandort ist heute durch den Abriss des Herrenhauses nach einem Brandschaden und die spätere Siedlungsbebauung kaum noch erkennbar. Am vermutlichen Standort entstand ein Neubau. Erhalten blieben eine ziegelsichtige Scheune sowie ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude, das zu Wohnzwecken umgebaut wurde. Das Gelände des früheren Erbpachthofes wird heute von großen Freiflächen geprägt.

Jahr der Baumaßnahme: Umbau 1913/1914 und 1919
Auftraggeber:Fritz Ulrich Graf von Bismarck-Bohlen
Baumaßnahme: Umbau Herrenhaus

Das barocke Herrenhaus Karlsburg erhielt 1913/14 sowie erneut 1919 unter Fritz Ulrich Graf von Bismarck-Bohlen Veränderungen durch Paul Korff. Die Umbauten betrafen vor allem die Modernisierung und repräsentative Überarbeitung des Schlosses unter Wahrung des barocken Erscheinungsbildes. Der langgestreckte Bau mit Mansarddach, Mittelrisalit und parkseitigem Balkon blieb dabei in seiner historischen Grundform erhalten. Eingebettet ist das Herrenhaus in einen weitläufigen Landschaftspark mit barocken und englischen Gartenelementen.

Weitere Informationen zum Schloss Karlsburg.

Herrenhaus | Schloss Karlsburg © Historische Häuser

Jahr der Baumaßnahme: um 1916
Auftraggeber: Hans Peters
Baumaßnahme: Gutshaus

Das Gutshaus Jessin entstand um 1916 in seiner heutigen Form für Hans Peters. Der zweigeschossige Putzbau besitzt eine repräsentative Eingangshalle mit Holztäfelungen, Holztreppe, Galerie, Sandsteinkamin und ornamentalen Glasmalereien. Das Herrenhaus liegt inmitten einer Parkanlage, während ein Großteil der Wirtschaftsgebäude der ehemaligen Gutsanlage erhalten blieb.

Jahr der Baumaßnahme: um 1910
Auftraggeber: Anton von Blücher
Baumaßnahme: Gutshaus

Das Gutshaus Jürgenstorf wurde ursprünglich im 18. Jahrhundert als barocke Anlage errichtet und um 1910 durch den Neubau des Haupthauses nach Plänen von Paul Korff grundlegend verändert. Der Bau wird von älteren Torhäusern aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ergänzt, die im ursprünglichen Zustand erhalten blieben. Zur Gutsanlage gehören zudem Wirtschaftsgebäude, Hofmauern und die historische Zufahrt.

Jahr der Baumaßnahme: Anfang 20. Jahrhundert
Auftraggeber: Dr. Adolf von Griesheim
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Kalübbe besteht aus mehreren Gebäudeteilen unterschiedlicher Bauzeiten. Das elfachsige Hauptgebäude mit Feldsteinsockel und parkseitiger Veranda entstand im 17. Jahrhundert, ein weiterer Flügel im 18. Jahrhundert. Nachdem Dr. Adolf von Griesheim das Gut erworben hatte, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ein zusätzlicher Anbau ergänzt. Diese Bauerweiterung erfolgte unter Beteiligung des Landbaubüros Laage unter Leitung von Paul Korff. Hinter dem Gutshaus erstreckt sich ein kleiner Park mit Teich, während mehrere Wirtschaftsgebäude der Gutsanlage erhalten blieben.

Auftraggeber: Hugold von Behr-Negendanck
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Kavelsdorf, vermutlich bereits im 18. Jahrhundert errichtet, wurde unter Hugold von Behr-Negendanck durch Paul Korff überarbeitet. Der eingeschossige Bau mit heruntergezogenem Dach und Mittelgiebel bewahrt bis heute den Charakter eines älteren mecklenburgischen Herrenhauses. Die Umbauten betrafen vermutlich vor allem Anpassungen im Wohnbereich sowie gestalterische Veränderungen an der Fassade und den Innenräumen unter Erhalt der historischen Grundstruktur.

Jahr der Baumaßnahme: um 1900
Auftraggeber: Heinrich von Hagemeister
Baumaßnahme: Gutshaus

Das Gutshaus Klausdorf wurde um 1900 in neobarocken Formen für die Familie von Hagemeister errichtet. Die Gutsanlage befand sich seit dem frühen 18. Jahrhundert vollständig im Besitz der Familie. Nach einem Kurzschluss brannte das Herrenhaus 1945 aus und wurde später abgetragen. Auf den Grundmauern entstand anschließend eine Gaststätte. Erhalten blieben unter anderem die ehemalige Orangerie des 19. Jahrhunderts sowie das Inspektorenhaus mit der Datierung 1890 im Giebel.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Gustav von Oertzen
Baumaßnahme: unbekannt

Das Herrenhaus Kittendorf wurde zwischen 1848 und 1853 im Stil der englischen Tudorgotik nach Plänen des Berliner Architekten Friedrich Hitzig errichtet. Der schlossartige Bau orientiert sich an Schloss Babelsberg und besitzt reich gegliederte Fassaden, Türme, Terrassen sowie großzügige Freitreppen zum Landschaftspark. Für Gustav von Oertzen sind im Werkverzeichnis von Paul Korff Baumaßnahmen am Herrenhaus verzeichnet, nähere Angaben dazu liegen derzeit jedoch nicht vor.

herrenhaus kittendorf

Jahr der Baumaßnahme: Anfang 20. Jahrhundert
Auftraggeber: Carl Troll
Baumaßnahme: Gutshaus

Das Gutshaus Klein Grabow wurde 1883 in neoklassizistischen Formen errichtet und Anfang des 20. Jahrhunderts unter Carl Troll durch Paul Korff überarbeitet. Der zweieinhalbgeschossige Putzbau besitzt ein Walmdach sowie Mittel- und Seitenrisalite mit Dreiecksgiebeln, Putzlisenen und Segmentbogenformen. Eine zweiseitige Auffahrt führt über ein Rondell zum Haupteingang. Im Inneren blieben originale Holzpaneele und Stuckdecken erhalten. Zur Gutsanlage gehören zudem Wirtschaftsgebäude, Stallungen, Teich, Parkreste und Teile einer Lindenallee.

Jahr der Baumaßnahme: Anfang 20. Jahrhundert
Auftraggeber: Ernst von Schröder
Baumaßnahme: Gutshaus

Das Gutshaus Klein Lukow wurde Anfang des 20. Jahrhunderts nach Plänen von Paul Korff für die Familie von Schröder errichtet. Das Herrenhaus brannte 1945 ab, anschließend wurden die Mauersteine für den Bau von Neubauernhäusern verwendet.

Jahr der Baumaßnahme: 1913 und 1923
Auftraggeber: Ferdinand Graf von Polier
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus, Stallungen

Das Gut Klein Nienhagen wurde 1910 von Martha Gräfin von Polier für ihren Sohn Ferdinand Graf von Polier erworben. Der Vorgängerbau des Gutshauses entstand um 1820 als eingeschossiger Ziegelbau und wurde um 1850 erweitert. 1913 erfolgte die Aufstockung des Hauses sowie der Bau eines großen Stallgebäudes. 1923 wurde das Gutshaus durch Paul Korff umgestaltet und erhielt seinen markanten Mittelrisaliten mit Treppengiebel. Der zweigeschossige Putzbau mit Walmdach wird durch Lisenen, Gesimse und dekorative Fensterverdachungen gegliedert. Zum Eingang führt eine kurze Freitreppe mit Dreiecksgiebelüberdachung. Das Gutshaus liegt auf einer Anhöhe inmitten eines Parks mit Teich und Resten eines älteren Wassergrabens. Zur Anlage gehören außerdem eine große Remise, Stallungen, eine Kastanienallee und ein Rondell.

Weitere Informationen Gutshaus Klein Nienhagen 

Gutshaus Klein Nienhagen © Historische Häuser | Alte Häuser

Jahr der Baumaßnahme: ab 1905
Auftraggeber: Ulrich von Barner
Baumaßnahme: unbekannt

Das Herrenhaus Klein Trebbow wurde zwischen 1865 und 1868 nach Plänen des Architekten Hermann Willebrand im Stil der Neorenaissance für Ulrich von Barner errichtet. Der repräsentative Bau besitzt auf der Hofseite neun Achsen, zwei markante Rundtürme mit Kegeldächern sowie ein durch Pilaster hervorgehobenes Portal. Charakteristisch sind außerdem die Lünettgiebel und das Rautenmuster aus schwarzglasierten Ziegeln im Obergeschoss. Ab 1905 erfolgten unter Ulrich von Barner weitere Baumaßnahmen. Das direkt am Trebbower See gelegene Herrenhaus war von einem Landschaftspark und einer umfangreichen Gutsanlage umgeben. Die Familie von Barner besaß das Gut über nahezu zwei Jahrhunderte bis 1945. Seit 2004 erinnert eine Gedenkstätte in Klein Trebbow an die Widerstandsgruppe des 20. Juli 1944 um Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Fritz Dietlof Graf von der Schulenburg.

Weitere Informationen über das Gutshaus Klein Trebbow. 

Gutshaus Klein Trebbow © Historische Häuser | Alte Häuser

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Wilhelm von Zülow
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Knorrendorf ist ein zweigeschossiger Bau mit Satteldach und schwach hervortretendem dreiachsigem Mittelrisalit. Das ehemalige Gutsdorf befand sich über Jahrhunderte im Besitz der Familie von Zülow. Die Grundstruktur der früheren Gutsanlage ist heute nur noch teilweise erhalten, während das Gutshaus und der Dorfteich weiterhin das Ortsbild prägen. Für Wilhelm von Zülow sind im Werkverzeichnis von Paul Korff Baumaßnahmen am Gutshaus verzeichnet, nähere Angaben dazu liegen derzeit jedoch nicht vor.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Edmund von Prollius
Baumaßnahme: unbekannt

Das Herrenhaus Kölzow wurde um 1850 auf älteren Fundamenten für die Familie von Prollius errichtet. Der schlossartige Bau besitzt repräsentative Fassaden und einen markanten Giebel mit dem Relief eines Frauenkopfes, der an die Ahnfrau der Familie von der Lühe erinnern soll. Für Edmund von Prollius sind im Werkverzeichnis von Paul Korff Baumaßnahmen am Herrenhaus verzeichnet, nähere Angaben dazu liegen derzeit jedoch nicht vor. Das Herrenhaus ist von einem historischen Park umgeben und wird heute als „Landhaus Schloss Kölzow“ genutzt.

Jahr der Baumaßnahme: 1920
Auftraggeber: Reimar von Plessen
Baumaßnahme: Anbau an das Gutshaus (Entwurf)

Das Gutshaus Kurzen Trechow geht auf eine ehemalige Wasserburg zurück, die vermutlich zwischen 1150 und 1250 entstand und bis heute das Ortsbild prägt. Nach zahlreichen Umbauten im 18. und 19. Jahrhundert entstanden unter Reimar von Plessen ab 1920 Entwürfe für einen weiteren Anbau und Modernisierungen des Herrenhauses. Bereits zuvor waren der Burggraben verfüllt, der mittelalterliche Treppenturm entfernt und die Fassaden überarbeitet worden. Einige Räume erhielten Ausmalungen italienischer Künstler. Das Gut befand sich seit dem 19. Jahrhundert im Besitz der Familie von Plessen. Nach 1945 wurde das Herrenhaus unter anderem als Kindergarten, Gaststätte und Gemeindeverwaltung genutzt. Seit dem Rückerwerb durch Nachfahren der Familie im Jahr 2005 wird das historische Gebäude behutsam saniert.

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Jahr der Baumaßnahme: um 1910
Auftraggeber: Friedrich Karl Paetow
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Lalendorf wurde 1900 auf den Grundmauern eines älteren Vorgängerbaus errichtet und um 1910 unter Friedrich Karl Paetow durch Paul Korff umgebaut. Der eingeschossige Putzbau besitzt ein hohes Walmdach und liegt inmitten der ehemaligen Gutsanlage. Von den zahlreichen Wirtschaftsgebäuden blieb lediglich ein Speicher erhalten.

herrenhaus lalendorf

Jahr der Baumaßnahme: nach 1905
Auftraggeber: Fritz Hahn
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Landsdorf wurde im 19. Jahrhundert im neoklassizistischen Stil errichtet und nach 1905 unter Fritz Hahn durch Paul Korff erweitert. Dabei entstand der nordöstliche Flügel mit dem repräsentativen Festsaal, dessen Stuckaturen bis heute erhalten sind. Das Herrenhaus besitzt Freitreppen zum Park sowie einen Kreuzgang im Inneren. Zur Gutsanlage gehören außerdem mehrere Wirtschaftsgebäude und ein Gärtnerhaus aus der Zeit um 1870 nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel.

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Jahr der Baumaßnahme: nach 1928
Auftraggeber: Franz Richter
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Langhagen entstand unter Einbeziehung eines älteren Vorgängerbaus in seiner heutigen Form durch das Baubüro Laage unter Leitung von Paul Korff. Der ursprüngliche Bau geht auf die Zeit des Hof- und Kanzleirates Georg Ludwig von Wedemeyer zurück. Seit 1908 befand sich das Gut im Besitz von Franz Richter, die den Umbau beauftraten. Das Herrenhaus liegt inmitten einer historischen Gutsanlage mit Wirtschaftsgebäuden und wurde später saniert. 

Jahr der Baumaßnahme: 1912/1913
Auftraggeber: Edmund Weihe
Baumaßnahme: Neubau Gutshaus

Das Gutshaus Lehnenhof wurde 1912/1913 nach Plänen von Paul Korff als neobarocker Putzbau errichtet. Der zweigeschossige Bau mit ausgebautem Kellergeschoss besitzt neun Achsen, ein Walmdach mit Rundgauben sowie einen rechtsseitig versetzten Seitenflügel. Besonders prägend ist der dreigeschossige Mittelrisalit mit einem Portikus aus vier ionischen Säulen, die einen Balkon mit Balustrade tragen. Eine einläufige Freitreppe führt zum Eingang. Schmuckelemente wie Familienwappen und Blumenranken zieren den Rundgiebel des Risaliten. Hinter dem Herrenhaus haben sich Reste des Parks erhalten.

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Jahr der Baumaßnahme: um 1907
Auftraggeber: Alexander von Levetzow
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus, Försterhaus

Das Herrenhaus Lelkendorf geht in seinen Ursprüngen bis auf das Jahr 1224 zurück. Nach der Zerstörung durch Wallensteins Truppen entstand im 17. Jahrhundert ein Renaissancebau unter Einbeziehung älterer Grundmauern und Tonnengewölbe. 1898 erfolgte eine Umgestaltung im Tudorstil durch Paul Schultze-Naumburg. Um 1907 ließ Alexander von Levetzow durch Paul Korff weitere Umbauten am Gutshaus sowie am Försterhaus ausführen. Bereits 1904 wurde die Eingangshalle des Herrenhauses um einen Vorbau erweitert. Das Schloss ist von einem 27 Hektar großen Landschaftspark mit seltenen Gehölzen umgeben.

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Jahr der Baumaßnahme: 1922/1923
Auftraggeber: Wilhelm Böving
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Lieblingshof entstand um 1830/1840 als Backsteinbau. 1922/1923 erfolgten unter Wilhelm Böving Umbauten durch Paul Korff. Das Herrenhaus war Mittelpunkt einer historischen Gutsanlage, die Ende des 18. Jahrhunderts auf der Flur des Gutes Kokendorf angelegt worden war. Nach 1945 wurde das Gutshaus zu Wohnzwecken genutzt, später saniert und bewohnt.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Johann Stever
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Luisenhof entstand Mitte des 18. Jahrhunderts als eingeschossiger Bau mit barockem Mansarddach im Zusammenhang mit einer Meierei bei Neuenkirchen. Wahrscheinlicher Bauherr war Ernst August von Berg. Später befand sich das Gut im Besitz der Familie Stever. Für Johann Stever sind im Werkverzeichnis von Paul Korff Baumaßnahmen am Gutshaus verzeichnet, nähere Angaben dazu liegen derzeit jedoch nicht vor. Nach der Bodenreform wurde das Herrenhaus dauerhaft zu Wohnzwecken genutzt.

Jahr der Baumaßnahme: 1911/1912
Auftraggeber: Kurt Viering
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Lübzin wurde 1911/1912 im Auftrag des damaligen Besitzers Kurt Viering nach Entwürfen von Paul Korff repräsentativ umgestaltet. Der Bau wurde um ein zusätzliches Geschoss erhöht und erhielt eine neobarocke Fassadengestaltung sowie ein Mansarddach. Das Herrenhaus liegt zwischen einem verwilderten Park mit altem Laubholzbestand und dem Seeufer. Zur Gutsanlage gehören außerdem mehrere erhaltene Wirtschaftsgebäude.

Weitere Informationen über das Schloss Lübzin.

herrenhaus lübzin

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Adelheid Gräfin von Kanitz
Baumaßnahme: unbekannt

Das Herrenhaus Melkof entstand zwischen 1885 und 1888 nach Plänen des Architekten Gotthilf Ludwig Möckel unter Einbeziehung eines klassizistischen Vorgängerbaus aus der Zeit um 1820. Der großdimensionierte Bau im Stil der Gründerzeit besitzt repräsentative Säle, ein über mehrere Geschosse reichendes Vestibül sowie eine geschwungene Eichenholztreppe. Auf der Gartenseite befand sich ein Wintergarten. Das Herrenhaus bildet gemeinsam mit dem englischen Landschaftspark, der Kirche und den Wirtschaftsgebäuden ein eindrucksvolles Ensemble. Für Adelheid Gräfin von Kanitz sind im Werkverzeichnis von Paul Korff Baumaßnahmen verzeichnet, nähere Angaben dazu liegen derzeit jedoch nicht vor.

 Jahr der Baumaßnahme: 1912–1913
Auftraggeber: Artur Poensgen
Baumaßnahme: Herrenhaus

Das Herrenhaus Mentin entstand 1912 bis 1913 im Auftrag des Rittmeisters Artur von Poensgen nach Plänen von Paul Korff. Der monumentale Bau verbindet barocke Formen mit Jugendstilelementen und erhebt sich repräsentativ am Rand eines kleinen Tales. Besonders prägend sind der Mittelrisalit, die großzügigen Gartenterrassen sowie die Freitreppe zur weitläufigen Parkanlage. Zur historischen Gutsanlage gehören außerdem eine Brennerei, Wirtschaftsgebäude aus Feld- und Backstein, Stallungen, Schmiede und ein Verwalterhaus.

Weitere Informationen über Schloss Mentin.

schloss mentin

Jahr der Baumaßnahme: 1912
Auftraggeber: Friedrich Klotz
Baumaßnahme: Gutshaus

Das Gutshaus Moisall wurde 1912 im klassizistischen Stil nach Plänen von Paul Korff für den Gutsbesitzer Friedrich Klotz errichtet. Der Bau besitzt an der Hoffront einen dreiachsigen Mittelrisaliten mit vorgelagerter Freitreppe, Säulenaltan und steinerner Balustrade. Im Giebel befindet sich ein Wappenfragment der Familie von Klotz. Zur Parkseite ist der Mittelrisalit zweiachsig ausgebildet. Von der historischen Gutsanlage blieben außerdem zwei Wirtschaftsgebäude sowie der kleine Park mit Insel und Holzbrücke erhalten.

Herrenhaus Moisall © Historische Häuser

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Albrecht Graf von Schlieffen
Baumaßnahme: Gutshaus Umbau

Das Gutshaus Neu Heinde wurde ursprünglich um 1810 für die Familie von Bassewitz errichtet und befand sich später im Besitz der Grafen von Schlieffen. Unter Albrecht Graf von Schlieffen erfolgte ein Umbau durch Paul Korff. Der eingeschossige Putzbau mit Mansarddach besitzt neun Achsen, Gauben zur Hoffront sowie einen polygonalen Verandaanbau. Zur Parkseite wurde ein übergiebelter Terrassenausgang ausgebildet. Von der ehemaligen Gutsanlage blieben ein renaturierter Park und einzelne Wirtschaftsgebäude erhalten.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Dr. Gotthard Graf von Recke-Vollmerstein
Baumaßnahme: Liegehalle, Erweiterungen am Gutshaus

Das Herrenhaus Neu Sammit wurde 1887 als großdimensioniertes Jagdschloss errichtet und liegt am Ufer des Langsees inmitten einer Parklandschaft. Unter Dr. Gotthard Graf von Recke-Vollmerstein entstanden im frühen 20. Jahrhundert bauliche Erweiterungen, darunter eine bis heute denkmalgeschützte Liegehalle. Das schlossartige Gebäude diente nach 1945 unter anderem als Lungenheilstätte, Altersheim und später als Pflegeheim. Seit der Sanierung von 2007 bis 2009 wird es als Jugendschloss genutzt.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Philipp Baller
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Neuendorf ist ein eingeschossiger Putzbau mit Krüppelwalmdach und einem markanten zweigeschossigen Mittelrisaliten mit Spitzgiebel und Halbrundluke. Die beiden äußeren Achsen sind leicht hervorgezogen und mit größeren Fenstern gestaltet. Zur Parkseite erscheint das Gebäude durch das abfallende Gelände deutlich höher und besitzt dort eine besonders repräsentative Wirkung. Das Gut befand sich seit 1892 im Besitz der Familie Baller. Für Philipp Baller sind im Werkverzeichnis von Paul Korff Baumaßnahmen am Gutshaus verzeichnet, nähere Angaben dazu liegen derzeit jedoch nicht vor. Hinter dem Herrenhaus haben sich Parkreste und ein historischer Speicher erhalten.

Jahr der Baumaßnahme: 1913/1914 und 1919
Auftraggeber: Fritz-Ulrich Graf von Bismarck-Bohlen
Baumaßnahme: Gutshaus und Strandhaus, Umbau

Das Herrenhaus Niederhof geht auf einen barocken Bau von 1761 zurück, der für den Stralsunder Kammerrat Joachim Ulrich Giese errichtet wurde. Unter Fritz-Ulrich Graf von Bismarck-Bohlen erfolgten 1913/1914 sowie 1919 Umbauten durch Paul Korff am Herrenhaus und am Strandhaus. Das um 1900 neu errichtete Herrenhaus besaß repräsentative Säle mit aufwendigen Stuckarbeiten. Der historische Park aus dem 18. Jahrhundert entwickelte sich später zu einem bedeutenden Naturschutzgebiet mit einer der ältesten Kormorankolonien Mecklenburg-Vorpommerns.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Georg Lemke
Baumaßnahme: Gutshaus

Das Gutshaus Passentin war ein langgestreckter eingeschossiger Putzbau mit Mittelrisalit und östlichem Anbau. Das Herrenhaus stand nahe des Teiches auf dem heutigen Gelände des Slawendorfes in Passentin. Für Georg Lemke sind im Werkverzeichnis von Paul Korff Baumaßnahmen am Gutshaus verzeichnet, nähere Angaben dazu liegen derzeit jedoch nicht vor. Das Gebäude stürzte 1972/1973 ein und wurde anschließend abgetragen.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Ludolf von Maltzan Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Peckatel erhielt zwischen 1852 und 1854 unter Friedrich von Maltzan seine klassizistische Gestaltung. Der ältere Bau aus der Zeit um 1700 wurde dabei umfassend umgebaut. 1895 ließ Ludolf von Maltzan das Herrenhaus um einen zweigeschossigen Backsteinanbau erweitern.

Seit 1505 befanden sich die Peckateler Güter im Besitz der Familie von Maltzan. Nach 1945 wurde das Herrenhaus unter anderem als Turnhalle und Gaststätte genutzt. Seit den 1990er Jahren ist das Gebäude saniert und wird teilweise als Ferienwohnung genutzt.

herrenhaus peckatel

Jahr der Baumaßnahme: ab 1921
Auftraggeber: Paul von Wedekind
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Penzin entstand ab 1921 im Auftrag von Paul von Wedekind nach Plänen von Paul Korff. Das Gut selbst wurde bereits 1318 erstmals urkundlich erwähnt und befand sich über die Jahrhunderte im Besitz verschiedener Familien, darunter von Barner, Plönnies, von Flotow und von Huth. 1921 wird Sophie von Wedekind als Besitzerin des 472,6 Hektar umfassenden Allodialgutes genannt. Nach längerem Leerstand fand das Gutshaus 2015 neue Eigentümer, die das Gebäude schrittweise sanieren.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Graf Cuno von Bassewitz
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Perlin befand sich im Besitz von Graf Cuno von Bassewitz, dessen Familie seit 1795 Eigentümer des Gutes war. Der Ort wurde bereits 1222 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zuvor unter anderem den Familien von Blücher und von Lützow. Das Herrenhaus diente in der DDR-Zeit als Schule, Konsum und Wohnhaus, wurde jedoch wegen Schwammbefalls 1974 beziehungsweise 1975 abgetragen. Erhalten blieben Teile des Parks mit Teich sowie Torpfeiler der ehemaligen Zufahrt. Die Wirtschaftsgebäude des Gutshofes waren bereits 1945 abgebrannt.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Max Viernow
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Petschow befand sich ab 1912 im Besitz von Max Viernow aus Stralsund. Das Gut selbst war über Jahrhunderte mit wechselnden Besitzverhältnissen verbunden und gehörte unter anderem den Familien von Moltke, von Walsleben, Salomon und Grüttner. 1927 erfolgte die Aufsiedlung durch die Mecklenburgische Landgesellschaft. Von der ehemaligen Gutsanlage blieben neben dem Gutshaus auch Wirtschaftsgebäude, eine Allee sowie das Wohnhaus der Gutsarbeiter erhalten.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Dr. Klara Schröder
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Poggelow entstand 1848 nach Plänen des Architekten Friedrich Hitzig. Der Ort wurde 1314 erstmals erwähnt und befand sich über Jahrhunderte im Besitz verschiedener Adelsfamilien, darunter die Grafen von Bassewitz. 1891 endete deren Zeit in Poggelow mit dem Verkauf des 670 Hektar umfassenden Gutes an Clara Henriette Wilhelmine Schröder, geb. Peters. 1933 wurde das Gut aufgesiedelt, das Herrenhaus ging an die Gemeinde über. Nach 1945 diente das Gebäude unter anderem als Flüchtlingsunterkunft, Kindergarten, Gaststätte und Gemeindesitz. Seit den 1990er Jahren wurde das Herrenhaus schrittweise saniert und wird seit 1997 als Ferienanlage genutzt. Zum Anwesen gehören ein Landschaftspark mit See sowie erhaltene Wirtschaftsgebäude wie Marstall, Scheune und Schmiede.

herrenhaus poggelow

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Joseph Leclercq
Baumaßnahme: Gutshaus

Das Gut Pokrent wurde bereits 1230 erstmals im Ratzeburger Zehntregister erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte befand sich das Gut unter anderem im Besitz der Familien von Lützow, von Bülow, von Schmettau und Howitz. 1908 übernahm Joseph Leclercq das Gut, später folgte die Familie von Klitzing als letzte Eigentümer vor 1945. Das Gutshaus existiert heute nicht mehr. Erhalten blieben einzelne Gebäude des ehemaligen Gutshofes, darunter die Stellmacherei, sowie Reste des Parks mit altem Baumbestand.

Jahr der Baumaßnahme: nach  1900
Auftraggeber: Paul Möller
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Pölitz wurde um 1900 unter Paul Möller errichtet, der das Gut bereits 1889 erworben hatte und auch die Güter Warnkenhagen, Zierstorf und Wattmannshagen besaß. Das eingeschossige, neoklassizistisch geprägte Gebäude mit Krüppelwalmdach verfügt über einen spitzgiebeligen Mittelteil, eine massive Veranda sowie einen später angefügten Seitenflügel. Die Zufahrt mit Rondell und kreisförmiger Feldsteinmauer prägt bis heute die Anlage. Vom Gutshof blieben außerdem Speicher, Scheunen und ein Rest des Landschaftsparks erhalten. Nach Jahren im Besitz der Gemeinde wurde das Gutshaus umfassend saniert und wird heute wieder genutzt.

Jahr der Baumaßnahme: nach 1905
Auftraggeber: Dr. phil. Carl Rüst
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Poppendorf entstand ursprünglich nach 1690 und erhielt im frühen 19. Jahrhundert seine klassizistische Fassadengestaltung mit markanten Dreiecksgiebeln und Lünettenfenstern. Nach 1905 erfolgte unter Dr. phil. Carl Rüst ein weiterer Umbau des Gutshauses. Das Gut befand sich zuvor unter anderem im Besitz der Familien von Berg, von Stein, Melms, von Heise und Möhlmann. 1934 erwarb Wilhelm Ramelow das Anwesen und entwickelte hier ein Mustergut mit Vollblutzucht. Nach 1945 diente das Gutshaus unterschiedlichen Nutzungen, darunter als Bürgermeisteramt, Gaststätte und Wohnhaus. Seit den 1990er Jahren wird das sanierte Herrenhaus als „Musenhof“ für kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt.

herrenhaus poppendorf

Jahr der Baumaßnahme: ab 1911
Auftraggeber: Anton von Brocken
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus und Entwürfe Garten

Das Herrenhaus Pötenitz wurde zwischen 1854 und 1857 im Stil der Neogotik umgebaut. Ab 1911 ließ Anton von Brocken weitere Veränderungen nach Plänen von Paul Korff ausführen. Dabei entstanden unter anderem die Seeterrasse und ein Turm, zudem fertigte Korff Entwürfe für die Gartenanlage an. Das Gut befand sich seit 1902 im Besitz der Familie von Brocken und blieb bis 1945 in ihrem Eigentum. Nach 1945 wurde das Herrenhaus unter anderem als Flüchtlingsunterkunft, Schule, Kindergarten und Verwaltungsgebäude genutzt. Seit den 1990er Jahren wechselte die Anlage mehrfach den Besitzer und befindet sich weiterhin in einem langwierigen Entwicklungsprozess.

herrenhaus poetenitz2

Jahr der Baumaßnahme: ab 1905
Auftraggeber: Dr. Adolf von Buenger
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Schloss Puchow wurde unter Dr. Adolf von Buenger ab 1905 umfassend umgebaut und gemeinsam mit der gesamten Gutsanlage bis etwa 1910 neu gestaltet. Der zweigeschossige, 13-achsige Putzbau besitzt ein Mansarddach mit Gauben sowie einen fünfachsigen Mittelrisaliten mit neobarockem Giebel. Den Eingang betont ein Portikus mit acht Säulen und Balkon. Die Fensterlünetten zeigen Putzornamentik und figürlichen Schmuck. Auf der Parkseite befinden sich Terrasse, Veranden und ein Dachvorbau. Auch das Kellergeschoss wurde ausgebaut.

Zum Ensemble gehören restaurierte Dienstbotenhäuser, Kavaliershäuser sowie zahlreiche Wirtschaftsgebäude mit Dachreitern. Der Park ist bis heute erhalten. Zwischen 1905 und 1914 ließ Adolf von Buenger darüber hinaus große Teile des Dorfes abbrechen und Herrenhaus, Gutshof und Dorfanlage neu anlegen. Bis 1945 blieb das Gut im Besitz der Familie von Buenger.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Henning von Ploetz
Baumaßnahme: unbekannt

Das Wasserschloss Quilow wurde um 1575 von Roleff von Owstin und Anna von Platen im Stil der norddeutschen Renaissance errichtet. Die Anlage mit Wassergraben und Treppenturm gehört zu den bedeutenden Renaissancebauten Vorpommerns. Um 1803 erfolgte unter der Familie von Owstin eine umfassende Renovierung. Durch Heirat gelangte das Gut später an die Familie von Ploetz. Nach langem Leerstand ließ Claus von Ploetz das Herrenhaus vor 1945 nochmals herrichten. Seit 2007 befindet sich das Wasserschloss im Besitz der „Stiftung Kulturerbe im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommern“ und wurde schrittweise saniert.

Schlösserherbst © Historische Häuser

Jahr der Baumaßnahme: ab 1912
Auftraggeber: Ewald Bischoff
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Rakow erhielt unter Ewald Bischoff Umbauten durch Paul Korff. Der Bau bestand in seiner heutigen Form bereits seit einem Umbau des Jahres 1887. Das Herrenhaus war Mittelpunkt eines rund 778 Hektar umfassenden Gutes und lag eingebettet in eine Parkanlage mit Wirtschaftsgebäuden und Teich.

Jahr der Baumaßnahme: 1911–1913
Auftraggeber: Eberhard von Restorff
Baumaßnahme: Neubauten Gut

Das Gut Rakow befand sich seit dem späten 18. Jahrhundert im Besitz der Familie von Restorff. Das ursprünglich eingeschossige Gutshaus wurde 1856 aufgestockt und mit neugotischen Elementen versehen. Zwischen 1911 und 1913 ließ Eberhard von Restorff zahlreiche Neubauten auf dem Gut ausführen. Die Anlage blieb bis 1945 im Besitz der Familie von Restorff. Kurz vor dem Einmarsch der Roten Armee floh die Familie aus Rakow.

Weitere Informationen über das Gutshaus Rakow

Gutshaus Rakow © Historische Häuser | Alte Häuser

Jahr der Baumaßnahme: 1928
Auftraggeber: Siegfried Schulz
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Rothspalk wurde um 1830 im klassizistischen Stil nach Plänen des Architekten Joseph Jacques Ramée für Johann Freiherr von Moeller-Lilienstern errichtet. Der eingeschossige, dreizehnachsige Putzbau mit Walmdach und hohem Kellergeschoss besitzt einen fünfachsigen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel und Okulus. 1928 erwarb Siegfried Schulz das Rittergut und ließ das Gutshaus umbauen. Rothspalk wurde 1350 erstmals erwähnt und befand sich über Jahrhunderte im Besitz verschiedener Adelsfamilien, darunter die Familien von Maltzan und von Thomstorf. Nach 1945 wurde das Gut enteignet, das Herrenhaus diente zunächst als Flüchtlingsunterkunft, später als Schule und Lagerraum. Von der Gutsanlage blieben mehrere Wirtschaftsgebäude des späten 19. Jahrhunderts erhalten, der ehemalige Park ist nur noch in Resten vorhanden.

Jahr der Baumaßnahme: ab 1909
Auftraggeber: Paul Heinrich Joachim Sellschopp
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Scharstorf entstand vermutlich ab 1909 im Auftrag von Paul Heinrich Joachim Sellschopp. Der eingeschossige, neunachsige Putzbau mit Mansarddach besitzt einen dreiachsigen Mittelrisaliten mit Dreiecksgiebel und Okulus. Die Fassade wird durch Ecklisenen sowie einen umlaufenden Zahnblockfries gegliedert. Seitlich befinden sich Verandaanbauten sowie ein zweigeschossiger Anbau mit Mansarddach. Eine zweiseitige Zufahrt mit Rondell führt auf das Herrenhaus zu. Im Umfeld blieben Teiche, ehemalige Wirtschaftsgebäude und Reste des Parks erhalten. Das Gut befand sich zuvor unter anderem im Besitz der Familien Pätow, Wendhausen, Hillmann sowie der Grafen zu Rantzau. Nach dem Tod Sellschopps führte seine Witwe Agnes Sellschopp, geb. Diestel, das Gut weiter. Heute befindet sich das Gutshaus in Privatbesitz der Familie Rauba-Korfhage.

Jahr der Baumaßnahme: 1907
Auftraggeber: Martin Ernst Graf von Schlieffen
Baumaßnahme: Gutsarbeiterkaten

1907 ließ Martin Ernst Graf von Schlieffen auf dem Gut Schlieffenberg Gutsarbeiterkaten errichten. Das Gut selbst entstand nach 1781 unter der Familie von Schlieffen und entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer bedeutenden Gutsanlage mit neugotisch umgestaltetem Herrenhaus und umfangreichen Wirtschaftsgebäuden. Das Herrenhaus brannte 1947 vollständig nieder und wurde anschließend abgetragen.

Jahr der Baumaßnahme: 1919
Auftraggeber: Hermann von Rußdorf
Baumaßnahme: Gutshaus

Das Gutshaus Schönhof bei Stralsund entstand um 1919 im neobarocken Stil nach Plänen des Architekten Paul Korff für den Rittergutsbesitzer Hermann von Rußdorf. Das Herrenhaus war bis Mitte der 1970er Jahre bewohnt und beherbergte zuletzt mehrere Wohnungen. Eine 1975 durchgeführte Untersuchung dokumentierte bereits erhebliche bauliche Schäden wie abblätternden Putz, undichte Dächer und dringend notwendige Instandsetzungen. Nachdem die letzten Bewohner ausgezogen waren, stand das Gebäude leer und wurde Ende der 1970er beziehungsweise Anfang der 1980er Jahre abgetragen. Von der ehemaligen Gutsanlage blieben nur wenige Spuren erhalten, darunter Teile des verwilderten Parks mit einer Gruft.

Jahr der Baumaßnahme: ab 1924
Auftraggeber: Karl Otto Graf von Schlieffen
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gut Schwandt wurde 1273 erstmals urkundlich erwähnt. Das ursprünglich 1702 für Adam Carl von Voß errichtete Gutshaus wurde später mehrfach um- und ausgebaut. Ab 1924 befand sich das Gut im Besitz von Karl Otto Graf von Schlieffen. Das zweigeschossige, elfachsige Herrenhaus mit Walmdach und vorgelagertem Portikus wurde in den 1970er Jahren abgetragen, erhalten blieben lediglich Kellerreste. Von der ehemaligen Gutsanlage bestehen heute noch das Inspektorenhaus mit ornamentiertem Gurtgesims, die Schmiede, Stallgebäude und der Pferdestall. Auch Reste des englischen Landschaftsparks aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind noch vorhanden.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Graf von Bassewitz
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Neue Gutshaus Schwiessel, auch Schloss genannt, wurde um 1850 im Tudorstil errichtet und in den 1930er Jahren unter den Grafen von Bassewitz umgebaut. Das Gut befand sich seit 1838 im Besitz der Familie von Bassewitz und blieb bis zur Enteignung 1945 in ihrem Eigentum. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Herrenhaus bis 1985 als Wohn- und Verwaltungsgebäude, anschließend stand es lange leer und verfiel. Erst nach dem Eigentümerwechsel 2007 begann eine umfassende Sanierung, die 2015 abgeschlossen wurde. Der weitläufige Landschaftspark mit den Grabstellen der Grafen von Bassewitz ist erhalten geblieben.

herrenhaus schwiessel

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Prinz Heinrich XXXV. von Reuß
Baumaßnahme: unbekannt

Serrahn liegt am nordöstlichen Ufer des Krakower Sees, dort, wo die Nebel den See verlässt und durch das bewaldete Tal weiterfließt. Das Gut befand sich seit 1453 im Besitz der Familie von Hahn, bevor 1896 Prinz Albert von Sachsen-Altenburg Eigentümer wurde. Das Herrenhaus entstand zwischen 1863 und 1866 in landschaftlich reizvoller Lage oberhalb des Sees, wurde jedoch in den 1950er Jahren abgetragen. Erhalten blieb der um 1900 von Max Graf von Hahn nach Plänen des Architekten Carl Wagner errichtete Wasserturm, der ursprünglich der Versorgung des Schlosses diente. Zur ehemaligen Gutsanlage gehören außerdem die historische Wassermühle an der Nebel, eine alte Schmiede sowie die im 19. Jahrhundert umgestaltete Dorfkirche.

Jahr der Baumaßnahme: 1910/1911
Auftraggeber: Alphons Ramon Canel
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Sorgenlos entstand um 1900 und wurde 1910/1911 im Auftrag von Alphons Ramon Canel umgebaut. Sorgenlos, heute ein Ortsteil der Gemeinde Groß Gievitz, war bis 1855 eine Meierei des Gutes Deven. Seit 1870 befand sich das Gut im Besitz der Familie Canel. Das zweigeschossige Herrenhaus mit Treppenturm und verschiedenen Anbauten liegt inmitten eines kleinen Parks. Nach 1945 wurde das Gebäude dauerhaft zu Wohnzwecken genutzt und befindet sich bis heute in Privatbesitz. Südwestlich des Gutshauses haben sich zudem Teile der ehemaligen Gutsanlage mit Bediensteten-, Verwalter- und Transformatorenhaus erhalten.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Adolf von Buch
Baumaßnahme: unbekannt

Das Herrenhaus Spoitgendorf wurde 1893 im Stil der Neogotik nach Entwürfen des Architekten Gotthilf Ludwig Möckel für die Familie von Buch errichtet, die das Gut von 1753 bis 1939 besaß. Der repräsentative Bau aus gelben Ziegeln besteht aus einem Haupthaus mit rechtwinklig angesetztem Querflügel und einem markanten dreigeschossigen Turm. Besonders eindrucksvoll ist die über zwei Etagen reichende Eingangshalle mit offenen Kaminen, Säulen, Galerien und gotischen Spitzbögen. Der große Festsaal besitzt vier hohe Spitzbogenfenster und reich gestaltete Türen in neugotischen Formen. Nach 1945 wurde das Herrenhaus überwiegend als Wohnhaus und Gaststätte genutzt. Nach längerem Leerstand begannen 2018 erste Sanierungsarbeiten.

Weitere Informationen zum Herrenhaus Spoitgendorf 

Herrenhaus | Schloss Spoitgendorf © Historische Häuser | Alte Häuser

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Stefan von Lepel
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Striesenow entstand um 1900 und wurde unter Stefan von Lepel umgebaut. Der eingeschossige, elfachsige Bau auf Feldsteinfundament besitzt ein Mansarddach mit Schleppgauben sowie zweigeschossige Mittelrisaliten mit Spitzgiebeln und Okuli auf beiden Längsseiten. Zur Hoffront führen eine kurze Freitreppe und ein Rondell auf das Herrenhaus zu, an den Gebäudeecken befinden sich massive Veranden, teilweise mit Fachwerk. Hinter dem Haus erstreckt sich ein Park, der später durch eine Straße geteilt wurde. Rechts des Gutshauses blieb ein großer Speicher- und Stallbau mit geschwungenen Risaliten erhalten. Das Gut befand sich nach den Grafen von Wallmoden-Gimborn und der Familie Schroeder bis 1932 im Besitz der Familie von Lepel, anschließend unter anderem der Mecklenburgischen Genossenschaftsbank und ab 1933 Eduard Roosen. Heute befindet sich das Herrenhaus in Privatbesitz.

Jahr der Baumaßnahme: 1904 und 1906
Auftraggeber: Hellmuth von Prollius
Baumaßnahme: Gutshaus und Inspektorenhaus

Das Gutshaus Stubbendorf wurde 1903/04 unter Hellmuth von Prollius nach Plänen des Architekten Paul Korff errichtet. Der eingeschossige, verputzte Bau mit hohem Mansarddach besitzt einen zweigeschossigen Mittelrisaliten mit dem Wappen des Ehepaars von Prollius sowie ein aus Granitfindlingen ausgeführtes Untergeschoss. Während dort ursprünglich die Wirtschaftsräume untergebracht waren, befanden sich im Erdgeschoss die repräsentativen Wohnräume und im Dachbereich die Schlafräume. 1906 entstand zudem das Inspektorenhaus. Stubbendorf war seit dem Mittelalter mit den Besitzungen der Familie von der Lühe verbunden und gelangte 1802 an die Familie von Prollius, in deren Besitz das Gut bis 1945 blieb. Das sanierte Herrenhaus befindet sich heute in Privatbesitz und wird bewohnt

Weitere Informationen über das Gutshaus Stubbendorf

Gutshaus Stubbendorf (Mai 2025) © Historische Häuser

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Georg von Flotow
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gut Stuer befand sich bis zur Enteignung 1945 im Besitz der Familie von Flotow. Das Herrenhaus dient heute Wohnzwecken und befindet sich im Eigentum der Gemeinde. Im Ort erinnert zudem die erhaltene Burganlage mit ihrem noch erkennbaren Wohnturm an die mittelalterliche Geschichte von Stuer.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Franz von Wendenburg
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gut Tarnow befand sich im 13. Jahrhundert im Besitz der Familie Dargatz und gelangte nach deren Aussterben an die Familie von Maltzan. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Eigentümer mehrfach, darunter die Familien von Barner, von Zülow und erneut von Maltzan. Ab 1896 gehörte das Gut Gustav Franz von Wendenburg. Das Gutshaus existiert heute nicht mehr. Erhalten blieben jedoch ein Speicher, die 1936 errichtete Schmiede sowie der ehemalige Park, die heute unter Denkmalschutz stehen.

Jahr der Baumaßnahme: ab 1914
Auftraggeber: Karl Rehm
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Teschow bei Laage geht in seinem Kern auf einen Bau der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück und wurde ab 1914 für den Gutsbesitzer Karl Rehm nach Plänen des Architekten Paul Korff umgebaut. Der zweigeschossige, elfachsige Putzbau mit Krüppelwalmdach steht auf einem flachen Feldsteinsockel und war ursprünglich zur Parkseite mit einem mittigen Terrassenvorbau versehen. Teschow und das benachbarte Kossow gehörten seit dem Mittelalter zu einem ritterschaftlichen Lehngut. Nach zahlreichen Besitzerwechseln gelangte das Gut 1914 an die Familie Rehm. Hinter dem Herrenhaus erstreckt sich ein etwa drei Hektar großer Landschaftspark mit altem Baumbestand. Von der einstigen Gutsanlage blieben nur wenige Wirtschaftsgebäude erhalten. Das Herrenhaus befindet sich heute in Privatbesitz und steht nach Sicherungsarbeiten leer.

Jahr der Baumaßnahme: ab 1909
Auftraggeber: Leutnant d. R. Kuno Brinkmann
Baumaßnahme: Gutshaus

Das Gutshaus Tieplitz wurde ab 1909 für Leutnant der Reserve Kuno Brinkmann errichtet. Der eingeschossige Putzbau mit Mansardendach zeichnet sich durch asymmetrisch angeordnete Gebäudeteile, Erker, Balkone mit Balustraden sowie einen dreigeschossigen Turm mit Pyramidendach aus. Vor dem Herrenhaus liegt ein Teich, rückwärtig erstreckt sich ein Park. Zur Gutsanlage gehören außerdem Gebäude im Landhausstil mit Fachwerkdetails sowie Wirtschaftsgebäude. Das Gut selbst befand sich zuvor lange im Besitz verschiedener Adelsfamilien und gehörte zeitweise dem Haus Schaumburg-Lippe. 1939 gelangte Tieplitz an die Familie von Holstein. Nach der Wiedervereinigung wurde der Besitz von der Familie von Laer zurückerworben und das Gutshaus umfassend renoviert.

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Fürstlich Schaumburg-Lippesche Central Verwaltung
Baumaßnahme: Stall

Das Herrenhaus Vietgest zählt zu den bedeutenden barocken Gutshäusern Mecklenburgs und wurde im späten 18. Jahrhundert nach Entwürfen des Baumeisters Johann Friedrich Busch für den Geheimen Kabinettsrat Johann Friedrich Boldt errichtet. Der zweigeschossige Bau mit elf Achsen und seitlichen Flügeln blieb bis heute weitgehend unverändert erhalten. Ab 1841 befand sich das Gut im Besitz der Fürsten zu Schaumburg-Lippe, unter deren Verwaltung zahlreiche Wirtschaftsgebäude und Stallanlagen entstanden. Nach 1946 wurde das Herrenhaus als Ferienheim genutzt, später restauriert und als Hotel betrieben. In den vergangenen Jahren erfolgten umfassende Sanierungen von Dach, Fassaden und Innenräumen. Das Herrenhaus liegt inmitten eines weitläufigen Landschaftsparks mit altem Baumbestand, Teich und Wandelgang.

Herrenhaus | Schloss Vietgest © Historische Häuser | Alte Häuser

Jahr der Baumaßnahme: nach 1914
Auftraggeber: Dr. Gustav Asschenfeld
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Viezen entstand um 1900 und wurde nach 1914 unter Dr. Gustav Asschenfeld erweitert beziehungsweise verändert. Der Bau besitzt einen rechtwinklig angesetzten Seitenflügel, der über einen Treppenturm mit dem Hauptgebäude verbunden ist. Viezen wurde erstmals 1355 erwähnt und befand sich über Jahrhunderte im Besitz verschiedener mecklenburgischer Adelsfamilien, darunter die von Bülow, von Pentz und von Lowtzow. Ab 1910 gehörte das Gut Gustav Asschenfeld. Das sanierte Herrenhaus ist heute bewohnt. Von der ehemaligen Gutsanlage blieb unter anderem ein Stallspeicher erhalten. In der historischen Schmiede befindet sich seit 2000 ein Agrarmuseum mit landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen.

Jahr der Baumaßnahme: nach 1905
Auftraggeber: Willy von Haeseler
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Vilz wurde ab 1905 auf den Fundamenten eines älteren Vorgängerbaus unter Generalleutnant Willy von Haeseler neu errichtet und umgebaut. Wenig später entstanden auch die beiden Seitenflügel, darunter der linke Flügel mit Ziergiebel um 1910. Das Gut Vilz befand sich seit 1236 über mehrere Jahrhunderte im Besitz der Familien von Moltke und von Koß, bevor es 1901 an Willy von Haeseler gelangte. Nach 1945 wurde das Gutshaus zunächst als Flüchtlingsunterkunft und Altenheim, später als Schule und Wohnhaus genutzt. Seit 2004 befindet sich das Gebäude in Privatbesitz und wird schrittweise saniert. Dabei werden historische Raumstrukturen und Gestaltungselemente wiederhergestellt. Im Haus befindet sich heute auch eine Bibliothek für Familienforscher. Teile der Wirtschaftsgebäude sowie der Park mit weitem Blick über die Landschaft bei Tessin sind erhalten geblieben.

Weitere Informationen über das Gutshaus Vilz. 

Gutshaus Vilz © Historische Häuser

Jahr der Baumaßnahme: 1918–1920
Auftraggeber: Hans Werner Graf von Tiele-Winckler
Baumaßnahme: Gutshaus

Nachdem der Vorgängerbau 1917 durch ein Feuer zerstört worden war, ließ Hans Werner Graf von Tiele-Winckler zwischen 1918 und 1920 das heutige Herrenhaus Vollrathsruhe im neobarocken Stil errichten. Das Gut war 1759 durch Vollrath Levin II. von Moltzan angelegt worden und befand sich über lange Zeit im Besitz der Familien von Maltzan und später von Tiele-Winckler. Nach 1945 diente das Herrenhaus unter anderem als Wohnhaus, Kinderheim, Kino, Verwaltungsgebäude und Konsum. Seit einigen Jahren wird das eindrucksvolle Gebäude saniert. Erhalten blieben außerdem Teile des Marstalls sowie der ummauerte Landschaftspark mit Mausoleum. Das ehemalige schmiedeeiserne Parktor von 1893 befindet sich heute in Alt Schwerin.

Weitere Informationen über Schloss Vollrathsruhe. 

Herrenhaus | Schloss Vollrathsruhe @ Historische Häuser

Herrenhaus | Schloss Vollrathsruhe @ Historische Häuser

Jahr der Baumaßnahme: ab 1905
Auftraggeber: Gustav von Viereck
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus, Stall

Das Gutshaus Weitendorf bei Brüel wurde 1882 nach Plänen des Architekten Heinrich Gustav Thormann für Julius Hüniken errichtet. Unter Gustav von Viereck erfolgte ab 1905 ein Umbau des Herrenhauses. Dabei entstanden auf der Hofseite ein dreigeschossiger Risalit mit säulengestütztem Balkon sowie auf der Parkseite ein zweigeschossiger Anbau mit Terrasse und Freitreppe. Das Gutshaus ist ein repräsentativer gelber Backsteinbau mit hohem Kellergeschoss und besitzt im Inneren noch zahlreiche originale Ausstattungsdetails, darunter das Vestibül mit Oberlicht und ein achteckiger Gartensaal. Zur Gutsanlage gehören außerdem ein 1903 errichtetes Inspektorenhaus sowie eine große Stallscheune von 1881. Nach längerer Leerstandszeit befindet sich das Herrenhaus weiterhin in Privatbesitz und wird schrittweise saniert.

Jahr der Baumaßnahme: ab 1924
Auftraggeber: Fritz von Sturm
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gutshaus Wendelstorf lag unmittelbar am Wendelstorfer See in der sogenannten Cramoner Seenplatte. Der Bau besaß einen breiten Fachwerkgiebel und wurde bereits vor einigen Jahren abgerissen, nachdem er lange Zeit leer gestanden hatte. Wendelstorf befand sich nach 1747 im Besitz der Familie von Bülow, später folgten die Familien Fischer und ab 1924 Fritz von Sturm aus Berlin. Administrator des Gutes war Friedrich Thormann. Von der ehemaligen Gutsanlage blieben mehrere Backsteinwirtschaftsgebäude erhalten. Im ehemaligen Park am See befindet sich zudem ein großer Findling mit verwitterter Inschrift.

Jahr der Baumaßnahme: bis 1908
Auftraggeber: Rittmeister d. L. Heinrich Bernhard
Baumaßnahme: unbekannt

Wendfeld wurde Anfang des 19. Jahrhunderts aus Flächen der ehemaligen Wendfelder Mühle sowie Teilen der Güter Reppelin und Teutendorf gebildet. Erster Besitzer des Gutes war der Kammerrat Ferdinand von Flotow. Von 1883 bis 1908 befand sich Wendfeld im Besitz des Rittmeisters d. L. Heinrich Bernhard. Das Gutshaus Wendfeld ist erhalten und gehört zur historischen Gutsanlage des Ortes.

Jahr der Baumaßnahme: 1906–1907
Auftraggeber: Ivan Mackensen von Astfeld
Baumaßnahme: Herrenhaus, Arbeiterhäuser, Inspektorenhaus, Kutschenstall mit elektrischer Zentrale, Autogarage, Entwurf Gestüt

Zwischen 1906 und 1907 ließ Ivan Mackensen von Astfeld das Gut Wendorf bei Sternberg umfassend neu gestalten und beauftragte den Architekten Paul Korff mit der Planung zahlreicher Gebäude der Gutsanlage. Dazu gehörten das Herrenhaus, Arbeiterhäuser, ein Inspektorenhaus, ein Kutschenstall mit elektrischer Zentrale, eine Autogarage sowie Entwürfe für ein Gestüt. Das Herrenhaus entstand als repräsentativer Bau mit Einflüssen des Biedermeierstils. Die Gestaltung des Parks übernahm Reinhold Hoemann. Das Gut befand sich zuvor über Jahrhunderte im Besitz der Familie von Schack, bevor es 1904 an Mackensen von Astfeld verkauft wurde. Nach 1945 diente das Schloss unter anderem als Jugendheim. Heute ist das aufwendig restaurierte Gebäude als Hotel genutzt.

Herrenhaus Wendorf © Historische Häuser

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Familie von Buch
Baumaßnahme: unbekannt

Jahr der Baumaßnahme: ab 1909
Auftraggeber: Sophie von Oertzen
Baumaßnahme: Herrenhaus

Das Herrenhaus Wichmannsdorf wurde zwischen 1909 und 1911 nach Entwürfen des Architekten Paul Korff als Witwensitz für Sophie von Oertzen, geborene Schröder, errichtet. Der Bau liegt inmitten eines etwa 30.000 Quadratmeter großen Parks mit zahlreichen einheimischen und exotischen Gehölzen, der ursprünglich durch den Gartenarchitekten Habig gestaltet wurde. Im Dreiecksgiebel des Herrenhauses befindet sich ein Allianzwappen der Familien von Oertzen und Schröder. Nach 1945 diente das Gebäude unter anderem als Schule, Kulturhaus, Ferienheim und Gaststätte. Seit 2002 wird das Herrenhaus schrittweise saniert. Dabei wurden Park und Gebäude umfassend instand gesetzt. Heute befinden sich im Haus mehrere Wohnungen und Ferienapartments.

herrenhaus wichmannsdorf1

Jahr der Baumaßnahme: unbekannt
Auftraggeber: Johann Albrecht, Herzog zu Mecklenburg-Schwerin
Baumaßnahme: unbekannt

Schloss Wiligrad wurde zwischen 1896 und 1898 nach Plänen des Architekten Albrecht Haupt für Johann Albrecht, Herzog zu Mecklenburg-Schwerin, im Stil der Neorenaissance errichtet. Das Schloss liegt nördlich von Schwerin oberhalb des Schweriner Sees inmitten eines weitläufigen Waldparks. Der verputzte Hauptbau mit Terrakottaschmuck wird durch einen unverputzten Seitenflügel aus Backstein ergänzt. Zum Ensemble gehören zahlreiche Wirtschafts- und Nebengebäude, darunter Stallungen, Automobilgaragen, Gärtner- und Bedienstetenhäuser, Maschinenhaus und Pumpstation. Der Name Wiligrad leitet sich vom slawischen Begriff für „Große Burg“ ab. Nach 1945 wurde das Schloss unter anderem als Parteischule und Polizeischule genutzt. Heute befinden sich dort das Landesamt für Bodendenkmalpflege, Teile des Archäologischen Landesmuseums sowie Ausstellungsräume eines Kunstvereins.

Weitere Informationen über Schloss Wiligrad

Schloss Wiligrad © Historische Häuser | Alte Häuser

Jahr der Baumaßnahme: nach 1909
Auftraggeber: Magnus Stever
Baumaßnahme: unbekannt

Das Gut Woltow wurde 1909 von Magnus Stever erworben, der den Besitz bereits seit 1907 gepachtet hatte. Woltow, erstmals 1292 erwähnt, befand sich über Jahrhunderte im Besitz verschiedener mecklenburgischer Adelsfamilien, darunter die von Moltke, von Bassewitz, von Walsleben und von Oertzen. Das Gutshaus wurde in den 1960er Jahren zu einem Ledigenwohnheim umgebaut, außerdem zogen ein Kindergarten und eine Konsumverkaufsstelle ein. Seit 1991 steht das Gebäude leer. Ein 2003 gegründeter Verein setzt sich für den Erhalt der Parkanlage und die Wiederherstellung der historischen Wasser- und Wegeführungen ein.

Jahr der Baumaßnahme: 1919
Auftraggeber: Franz Reder
Baumaßnahme: Gutshaus

Das Gut Wozeten befand sich nach verschiedenen Besitzerwechseln unter anderem im Besitz der Familien von Lehsten und von Bassewitz. 1848 wird Friedrich Mierendorff als Eigentümer erwähnt. Seine Tochter Anna Reder veranlasste 1919 einen Umbau des Herrenhauses. Später bewirtschafteten die Brüder Albrecht das rund 420 Hektar große Gut, 1945 wird Emil Stramann als Besitzer genannt. Das Herrenhaus wurde 1987 nach längerem Leerstand abgerissen. Erhalten blieben zwei rechtwinklig angeordnete Wirtschaftsgebäude der ehemaligen Gutsanlage.

Jahr der Baumaßnahme: ab 1921
Auftraggeber: Altwig von Arenstorff
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Zahren wurde ab 1921 unter Leitung des Architekten Paul Korff im Auftrag von Altwig von Arenstorff umgebaut. Das Gut befand sich seit 1836 im Besitz der Familie von Arenstorff, nachdem zuvor unter anderem die Familien von Oertzen, von Behr und von Hacke Eigentümer gewesen waren. Der ursprünglich um 1730 errichtete Putzbau war bereits im frühen 19. Jahrhundert verändert worden und zeigt an der Hofseite das Wappen der Familie von Arenstorff. Nach 1945 diente das Gutshaus unter anderem als Wohnhaus, Gaststätte und Gemeindebüro. Seit 1991 befindet sich das Gebäude im Besitz des Vereins „Blaues Kreuz Groß Vielen e.V.“ und wird als sozialtherapeutische Einrichtung genutzt. Hinter dem Gutshaus erstreckt sich ein kleiner Park, außerdem blieben Wirtschaftsgebäude der ehemaligen Gutsanlage erhalten.

Weitere Informationen über Gutshaus Zahren.

Gutshaus Zahren © Historische Häuser | Alte Häuser

Jahr der Baumaßnahme: 1908
Auftraggeber: Georg Seeger
Baumaßnahme: Gutshaus

Das Gutshaus Zarnekow entstand 1908 im Auftrag von Georg Seeger. Das eingeschossige, neunachsige Gutshaus war ein später verputzter Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach und lag inmitten einer von Feldhecken geprägten Moränenlandschaft. Eine Umfahrt führte direkt vor das Herrenhaus, an deren Stelle sich heute die Bushaltestelle befindet. Ende der 1990er Jahre wurde das Gutshaus abgebrochen. Erhalten blieben lediglich Reste des Fundamentsockels, die heute von nachwachsendem Großgrün überwuchert sind. Auf dem ehemaligen Gutshof steht noch eine frühere Scheune aus Backstein, die inzwischen zu Wohnzwecken umgebaut wurde.

Jahr der Baumaßnahme: nach 1900
Auftraggeber: Max Wodarg
Baumaßnahme: Umbau Gutshaus

Das Gutshaus Zarrentin wurde nach 1900 im Auftrag des damaligen Besitzers Max Wodarg umgebaut. Das zwischen 1790 und 1800 für Carl Rudolph von Mevius errichtete Herrenhaus liegt am Rand des Trebeltales zwischen Tribsees und Grimmen. Nach mehreren Besitzerwechseln gelangte das Gut 1894 an Hauptmann Max Wodarg. Später gehörte es Ludwig Schulz, bevor der Resthof 1935 von Friedrich Meyer aus Westfalen erworben wurde und in den Besitz der Familie Fröhlich-Meyer überging. Während der DDR-Zeit war das Gutshaus in zahlreiche Wohnungen aufgeteilt. In den 1990er Jahren wurde das denkmalgeschützte Gebäude saniert und als Gästehaus genutzt. Nach einer weiteren Sanierung 2012 eröffneten die heutigen Eigentümer 2014 einen Hotelbetrieb. Zum Gutshaus führt eine von Linden gesäumte Kopfsteinpflasterstraße, flankiert von erhaltenen Wirtschaftsgebäuden und einem großen Park.

Jahr der Baumaßnahme: nach 1900
Auftraggeber: Georg Graf von Schwerin
Baumaßnahme: unbekannt

Das Herrenhaus Zettemin wurde nach 1900 unter Georg Graf von Schwerin verändert. Das Gut gehörte zuvor dem Kloster Dargun und später der Familie von Maltzahn, bevor es ab 1852 in den Besitz der Familie von Heyden-Linden gelangte. Anfang des 20. Jahrhunderts übernahm Georg Graf von Schwerin das Gut und bewirtschaftete es bis 1945. Das ungewöhnlich angelegte Herrenhaus entstand bereits Mitte des 18. Jahrhunderts als barocker Backsteinbau mit halbkreisförmig angeordneten Seitenflügeln. Nach 1945 wurde das Gebäude zu Wohnzwecken und für kommunale Einrichtungen genutzt. 

Weitere Informationen über das Guthaus Zettemin. 

Gutshaus Zettemin © Historische Häuser | Alte Häuser

Jahr der Baumaßnahme: nach 1900
Auftraggeber: Oberamtmann Alfred Brumme
Baumaßnahme: Eingangshalle im Gutshaus

Das Gutshaus Ziesendorf wurde nach 1900 im Auftrag von Oberamtmann Alfred Brumme im Bereich der Eingangshalle umgestaltet. Das Gutshaus selbst entstand im 19. Jahrhundert unter der Familie von Nußbaum als zweigeschossiger Bau mit markantem Turm, Zinnenkranz, Bogenloggia und einem mit Wappen geschmückten Giebel über dem Eingangsportal. 1895 erwarb Alfred Brumme das Gut, das bis 1945 im Besitz seiner Familie blieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude für Wohnungen, Büroräume und eine Kindertagesstätte genutzt. In den vergangenen Jahren erfolgte eine Sanierung des Hauses, das heute als privat geführte Kindertagesstätte „Kinderschloss“ dient. Teile des ehemaligen Gutsparks sind erhalten geblieben.

Weitere Informationen über das Gutshaus Ziesendorf.  

Gutshaus Ziesendorf © Historische Häuser

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